Vorliebe für ungewöhnliche Perspektiven: Michael Uhl inszeniert für das Theater Baden-Baden das Stück „Welterben“, das an diesem Freitag bei den Baden-Württembergischen Theatertagen Premiere hat.
Vorliebe für ungewöhnliche Perspektiven: Michael Uhl inszeniert für das Theater Baden-Baden das Stück „Welterben“, das an diesem Freitag bei den Baden-Württembergischen Theatertagen Premiere hat. | Foto: Rudolphi

Programm in der Stadt

Die Theatertage in Baden-Baden beginnen

Anzeige

Passend zum Motto #draußen starten die Baden-Württembergischen Theatertage am Freitag, 24. Mai, mit einem Picknick in der Lichtentaler Allee. Eine lange Tafel reicht vom Goetheplatz bis zum Stadtmuseum. Wer Lust hat, kann seinen Picknickkorb mitbringen und an einem der Tische Platz nehmen. Die offizielle Eröffnung der Theatertage beginnt um 20 Uhr, bereits ab 18 Uhr öffnen die Festival-Partner an der Museumsmeile ihre Türen bei freiem oder ermäßigtem Eintritt.

Neben den Aufführungen gibt es ein reichhaltiges Rahmenprogramm an Ausstellungen, Natur- und Kunstführungen sowie Livemusik – und das an 16 unterschiedlichen Veranstaltungsorten drinnen und draußen, die sich von der Galopprennbahn Iffezheim bis zum Löwensaal in Lichtental erstrecken.

Shuttle zum Studio

Für das SWR Studio 5, in dem vier Inszenierungen zu sehen sind, gibt es einen kostenlosen Shuttleservice direkt ab dem Theatervorplatz. Am jeweiligen Vorstellungstag startet der erste Bus um 19.15 Uhr. Damit sind die Besucher rechtzeitig zur Einführung um 19.30 Uhr am Studio. Der zweite Bus fährt um 19.45 Uhr und bringt die Gäste direkt zum Vorstellungsbeginn um 20 Uhr zum Funkgelände. Nach den Aufführungen fahren zwei Busse zurück zum Theater, der erste direkt nach Vorstellungsende, der zweite im Anschluss an das Publikumsgespräch.

Fahrtwege während der Theatertage

Während der Theatertage ist die Lichtentaler Allee vom Goetheplatz bis zur Bertholdstraße, von Freitag, 24. Mai, um 8 Uhr, bis Samstag, 25. Mai, um 2 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Buslinien 201 und 216 fahren am Freitag, 24. Mai, ab 4.50 Uhr bis Betriebsende nicht durch die Kaiserallee und Lichtentaler Allee. Der Fahrtverlauf führt in diesem Zeitraum über den Leopoldsplatz. Dadurch entfallen die Haltestellen Gausplatz, Lichtentaler Allee/Museen, Kunsthalle/Museum Frieder Burda, Kurhaus Kolonnaden und Hindenburgplatz (Kaiserallee).

In allen Eintrittskarten der Theatertage ist das KVV-Ticket enthalten.

Die kostenlosen Parkmöglichkeiten an allen Spielorten sind begrenzt, daher empfehlen die Organisatoren die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs. „Denn in allen Eintrittskarten der Theatertage ist das KVV-Ticket enthalten“, informiert die Festivalleiterin Annelie Mattheis.

Weitere Infos und Tickets gibt es im Internet sowie beim Ticketservice, Bäderstraße 2, und bei der Tourist-Information an der B500, Schwarzwaldstraße 52.

Von Rap bis Klezmer

Das Festivalzentrum für die Baden-Württembergischen Theatertage befindet sich im Innenhof des Kulturhauses LA8. Besucher erhalten dort täglich ab 11 Uhr Informationen zum Programm. Zudem ist es Bühne für zahlreiche Veranstaltungen.

  • Freitag, 24. Mai: Die Theaterband „OurBassKeller“ gastiert dort ab 22 Uhr.
  • Samstag, 25. Mai: Wer Lust hat, mit anderen Musikern gemeinsam auf der Bühne zu stehen, ist ab 21 Uhr bei der öffentlichen Jam Session auf der Open-Stage richtig.
  • Sonntag, 26. Mai: Simon Mazouri und Hans-Georg Wilhelm vom Theater Baden-Baden präsentieren ab 21 Uhr Ragtime-Klassiker.
  • Montag, 27. Mai: Ausklang mit einem Chill Out ab 22.30 Uhr.
  • Dienstag, 28. Mai: DJ-Night ab 21 Uhr.
  • Mittwoch, 29. Mai: Pat und Rapper Bimbaz treten ab 20 Uhr auf. Die Maslband bringt ab 21 Uhr Klezmer, Swing und osteuropäische Rhythmen von der Straße auf die Bühne.
  • Donnerstag, 30. Mai: Dr. Thomas Dengler on stage ab 21 Uhr.
  • Freitag, 31. Mai: Die Old Iron Blues Band ist ab 21 Uhr zu Gast.
  • Samstag, 1. Juni: Die Radio Hats interpretieren ab 21 Uhr Pop- und Rock-Hits.
  • Sonntag, 2. Juni: Hoffest und Familientag von 11 bis 18 Uhr im LA8

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Kommentar
Foto: ©jd-photodesign - stock.adobe.com

Spürbar

Nicola May hat sich im vergangenen Jahr nach der Absage von Konstanz spontan entschieden, die Baden-Württembergischen Theatertage nach 2005 wieder nach Baden-Baden zu holen. Der Theater-Intendantin und ihrem Team ist es gelungen, das Festival innerhalb eines Jahres auf die Beine zu stellen. Schon allein diese organisatorische Leistung verdient großen Respekt.

Event für die Stadt

Neben den Aufführungen der 20 Staats-, Stadt- und Landestheater ist es gelungen, unter dem Motto #draußen viele Teile der Stadt einzubeziehen – unter anderem beim umfangreichen Rahmenprogramm, das keinen Eintritt kostet. Dieser Ansatz ist wichtig, um das Festival nicht nur zu einem Treffen von eingefleischten Theater-Fans zu machen, sondern zu einem Event, das für alle in der Stadt spürbar ist und an dem alle teilhaben können. Nur so gelingt es, die Theatertage breit zu verankern.

Alternative im LA8

Dazu trägt auch das Festivalzentrum im Innenhof des LA8 bei. 2005 war es in einem Zelt auf der Fieserbrücke untergebracht. Es war zum einen etwas zu groß, zum anderen war es schwierig, das Zelt von morgens bis abends zu bespielen. Mit dem Hof im LA8 haben die Organisatoren eine gute Alternative gefunden, die nicht nur als zentrale Info-Anlaufstelle, sondern auch als Bühne für viele schöne Programmpunkte dient.