Der Blick vom Durlacher Turmberg am Abend.
Der Sonnenuntergang über Karlsruhe lässt sich am besten auf dem Durlacher Turmberg genießen. | Foto: Sandbiller/Archiv

Von Bad Wildbad bis Bühl

Die zehn schönsten Aussichts­punkte in der Region

Anzeige

In unserer neuen Rubrik „Top Ten“ präsentieren wir jeden Dienstag eine Liste mit zehn ausgewählten Orten, Dingen, Empfehlungen oder Herzensangelegenheiten aus der Region. Dieses Mal stehen Aussichtspunkte in der Region im Mittelpunkt, von denen der Blick über Baden besonders toll ist. Die BNN haben zehn davon zusammengestellt. Die Reihenfolge der Liste enthält dabei keine Wertung.

Eine Liste mit noch mehr Aussichtstürmen in der Region gibt es hier.

1. Turmberg Durlach

Der Durlacher Turmberg ist der Hausberg der Fächerstadt. Auf 256 Metern Höhe lässt es sich über ganz Karlsruhe, in die Rheinebene, den Pfälzerwald und bis ins Elsass blicken. Seit 1888 bringt die Turmbergbahn Besucher aus Nah und Fern zu dem beliebten Ausflugsziel. Wer Lust auf Bewegung hat, kann den Aussichtspunkt über 528 Stufen auf den „Hexenstäffele“ selbst erklimmen.

Oben erwarten die Besucher neben der Turmberg-Ruine und den vielen Wanderwegen ein großer Spielplatz und ein Waldseilpark.

So manches Paar lässt sich sogar auf dem Turmberg trauen. | Foto: Sandbiller

2. Hohlohturm Kaltenbronn

Der Hohlohturm liegt auf einer Höhe von 984 Metern im Naturschutzgebiet in Kaltenbronn, Stadt Gernsbach. Rund um den Turm liegt ein Netz aus Wanderwegen, das teilweise bis an die Hochmoorseen führt. Der ehemalige Kaiser-Wilhelm-Turm wurde 1856 zunächst aus Holz erbaut, 31 Jahre später folgte die Version aus Stein, die etwa 20 Meter hoch war. 1968 wurde der steinerne Bau auf 28,6 Meter erweitert. Von der Aussichtsplattform aus können Wanderer über das Murgtal, den Schwarzwald und bei guten Wetterbedingungen bis zu den französischen Vogesen und den Alpen schauen. Geöffnet ist der Turm täglich von 9 bis 18 Uhr.

Der Hohlohturm ist ein beliebtes Ausflugsziel im Murgtal. | Foto: compusign / Stadt Gernsbach

3. Wallberg Pforzheim

Der Wallberg in Pforzheim wird auch „Monte Scherbelino“ genannt. Die natürliche Erhebung wurde nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1952 mit Schutt der zerstörten Stadt aufgeschüttet. Auf rund 418 Metern Höhe bietet der Wallberg heute eine schöne Aussicht über die gesamte Goldstadt, bei gutem Wetter kann bis zu den Kühltürmen des Atomkraftwerks Philippsburg geblickt werden. Der Aufstieg erfolgt zu Fuß. 60 Jahre nach der Zerstörung, im Jahr 2005, wurde der Pforzheimer Berg zum Mahnmal für den Zweiten Weltkrieg.

4. Merkur Baden-Baden

Wer auf den Merkur, den Hausberg Baden-Badens möchte, kommt mit dem Auto nicht weit. Stattdessen bringt die vor 105 Jahren eröffnete Merkur-Bergbahn Ausflügler auf den 668 Meter hohen Gipfel. Auf dem Berg wartet die Aussicht auf ganz Baden-Baden, das Murgtal und die höchsten Berge des Nordschwarzwaldes bis in die Oberrheinebene und die Vogesen. Im Merkurturm führt ein Aufzug auf die Aussichtsplattform in 23 Metern Höhe.

Vom Baden-Badener Hausberg aus haben Ausflügler eine tolle Aussicht auf das Murgtal. | Foto: Stefanie Ender

5. Schwanner Warte

Die Schwanner Warte liegt oberhalb des Ortes Schwann, Gemeinde Straubenhardt, im Enzkreis. In Richtung Neuenbürg-Dennach führt die Straße steil den Berg hinauf. Oben angekommen reicht der Blick über die Berge in die Rheinebene, die Vogesen und den Pfälzer Wald. Die Türme des Atomkraftwerks in Philippsburg sind zu erkennen. Bei den richtigen Wetterbedingungen ist der Speyerer Kaiserdom zu sehen. Der berühmte Westweg von Pforzheim nach Basel führt an der Schwanner Warte vorbei, ist jedoch nicht die einzige Wanderstrecke dort: Mehr als 50 Kilometer Wege gibt es rund um den Straubenhardter Aussichtspunkt zu entdecken. An der Schwanner Warte gibt es zudem zahlreiche Einkehr-Möglichkeiten.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#schwannerwarte #turm #tower #clearsky #mountains #cloudy

Ein Beitrag geteilt von Fabian Blask (@fabiii.96) am

6. Baumwipfelpfad Bad Wildbad

Hoch hinaus geht es auf dem Baumwipfelpfad in Bad Wildbad. 1250 Meter lang und 40 Meter hoch bietet der 2014 erbaute, barrierefreie Pfad ein 360-Grad-Panorama über den Schwarzwald. Zurück auf den Boden können die Besucher auf normalem Weg – oder durch eine 55 Meter lange Tunnelrutsche. Zu erreichen ist der Pfad mit der Sommerbergbahn, die Ausflügler vom Bad Wildbader Stadtzentrum direkt auf die Höhe bringt. Und wer eh schon einmal auf dem Sommerberg ist, kann ein paar Meter weiter noch die neu erbaute WildLine, eine 380 Meter lange und 60 Meter hohe Hängebrücke, überqueren.

Einen 360-Grad-Panoramablick hat man vom Turm des Baumwipfelpfads Bad Wildbad. | Foto: Deck/dpa

7. Mehliskopfturm Bühl

Der Mehliskopf, Gemarkung Bühl, ist ein rund 1008 Meter hoher Berg im nördlichen Schwarzwald und liegt zwischen Sand und Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße, einer beliebten Biker-Strecke. Der Mehliskopfturm muss zu Fuß erreicht und erklommen werden, doch der Weg lohnt sich. Auch wenn der Turm nicht sehr hoch ist, bietet er eine tolle Aussicht auf das Bühlertal und die Schwarzenbachtalsperre.

Im Winter ist der Mehliskopf bei Skifahrern beliebt. | Foto: Fieting

8. Michaelsberg Untergrombach

Der Michaelsberg bei Untergrombach ist knapp 269 Meter hoch und am westlichen Rand des Kraichgaus gelegen. Bei guten Wetterbedingungen sind nicht nur das Atomkraftwerk Philippsburg, die Rheinebene, die Pfälzer Berge und die Höhen des Nördlichen Schwarz- sowie des Odenwaldes, sondern auch der Donnersberg, der Große Feldberg und der Große Belchen zu erkennen. Auf dem Berg erwartet einen die Michaelskapelle, die im jetzigen Zustand zwischen 1742 und 1744 erbaut wurde und eine barocke Kanzel aufweist.

Markant: die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg vom Michaelsberg aus. | Foto: Hora

9. Badener Höhe

Die Badener Höhe ist mit rund 1003 Metern der höchste Punkt auf Baden-Badener Gemarkung und der nördlichste Gipfel des Schwarzwalds. Oberhalb des Forbacher Ortsteils Herrenwies und unweit der Schwarzentalsperre gelegen führt auch der berühmte Westweg zwischen Pforzheim und Basel über die Badener Höhe. 1891 wurde der „Großherzog Friedrich“-Turm aus Bundsandstein eingeweiht. Er ist 34 Meter hoch; 168 Stufen führen auf die eiserne Kuppel. Von dort reicht der Ausblick über die Nordschwarzwald bis zum Herrenwieser See, dem Mehliskopf und der Hornisgrinde. Bei guten Wetterbedingungen können Besucher bis über die Rheinebene zu den Vogesen und in den Pfälzerwald schauen.

Mit Wanderungen auf die Badner Höhe - hier der Friedrichsturm, erinnert der Schwarzwaldverein am Sonntag, 23. September 2018, an den Westweg-Pionier Philipp Bussemer aus Baden-Baden.
Die Badener Höhe ist ein beliebtes Ausflugsziel. Oben wartet ein 34 Meter hoher Buntsandstein-Turm auf die Wanderer. | Foto: Bernd Kamleitner

10. Dörrenbach im Pfälzer Wald

Dörrenbach gehört zur Verbandsgemeinde Bad Bergzabern und ist westlich von Kandel in der Pfalz gelegen. Auf dem 481 Meter hohen Stäffelsberg führen 120 Stufen auf einen 21 Meter hohen Turm, von dessen Plattform der Blick über den Pfälzer Wald bis in die Rheinebene, das Elsass, den Schwarzwald und die Vogesen reicht.