Bentley-Experten am BNN-Stand auf dem Oldtimer-Meeting: Albrecht Bach, BNN-Geschäftsstellenleiter Andreas Hebe, Klaus Konopizky, Markus Gottschall und Wolfgang Grau (von links). | Foto: Falkner

Oldtimer-Meeting

Ehrengastmarke Bentley: Understatement auf der Straße

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Gäste sind es viele auf dem 43. Internationalen Oldtimer-Meeting in Baden-Baden. Aber Ehrengastmarke ist nur Bentley. Die britische Firma feiert 2019 ihr hundertjähriges Bestehen. Grund genug, am Herz der edlen Autos zu lauschen. Die Marke und alles, was sie bedeutet, war auch Inhalt einer Gesprächsrunde am BNN-Stand auf dem Oldtimer-Meeting.   

Vor 100 Jahren erblickte der erste Bentley das Licht der Welt: Der Bentley 3-Litre wurde bei der Olympia Show im November 2019 der Öffentlichkeit präsentiert. Die beiden Erfinder des Wagens, die britischen Gebrüder Bentley, hätten eigentlich schon früher an den Markt gehen können – wäre nicht der Erste Weltkrieg gewesen.

Zeitsprung, 100 Jahre später, auf dem 43. Internationalen Oldtimer-Meeting in Baden-Baden: „Bentley, das ist Sportlichkeit und Eleganz. Bentley ist Luxus, aber nicht protzig.“ Diese Worte spricht Albrecht Bach. Er ist Geschäftsführer von Bach Premium Cars Bentley Mannheim und damit absoluter Experte, was die Marke, ihre Geschichte und Bedeutung angeht. Gemeinsam mit Wolfgang Grau, Chairman von „The Other Club“ – ein Automobilclub für Freunde der Marken Rolls Royce und Bentley -, Chairman Klaus Konopizky vom RREC (Rolls-Royce-Enthusiasts‘ Club) und Markus Gottschall, dem Initiator der Bentley-Ausstellung auf dem Oldtimer-Meeting, sprach er im Rahmen einer von den Badischen Neuesten Nachrichten organisierten Gesprächsrunde über die Marke, ihre Geschichte und Bedeutung.

Mehr Infos und Bilder zum Oldtimer-Meeting gibt es hier.

Die „Bentley-Boys“ begründeten den Ruhm

Konopizky verwies hinsichtlich der Geschichte und Bedeutung der Marke auf die sogenannten „Bentley Boys“ – die britischen Rennfahrer, die mit ihren Bentleys in den 1920er Jahren zahlreiche Rennen gewannen und den ruhmreichen Ruf der Marke so mitprägten. „Die Bentley-Boys haben den Ruf von Bentley bis in die heutige Zeit getragen“, meint der Experte.

Blick zurück und in die Zukunft

Bei aller Geschichte scheut Albrecht Bach aber auch den Blick in die (automobile) Zukunft nicht: „Wir kommen am Mainstream auch nicht vorbei“, sagt er. „2023 oder 2024 wird es den ersten vollelektrischen Bentley geben. Ich bin ehrlich, ich bin kein Fan. Aber wir schwimmen mit und wir müssen mitschwimmen.“ Er ist sich auch sicher: Der Bentley ist „ein Understatement“ auf der Straße. Wolfgang Grau bestätigt ihn: „Bentley-Fahrer sind nicht so sehr auf Äußerlichkeiten bedacht. Bentleys sind im Straßenverkehr Understatement-Autos.“

1999 wurde der britische Autobauer von VW aufgekauft. Laut Bentley-Experte Bach ein Glück für die Marke: „Der Kauf war das Beste, was Bentley passieren konnte. Ich glaube, ohne VW gäbe es heute kein Bentley mehr.“