Die Betonarbeiten für das Untergeschoss des Neubaus sind derzeit voll im Gange. Darauf entstehen bis zum Frühjahr das Erdgeschoss, drei Vollgeschosse in Betonbauweise und ein Dachgeschoss.
Die Betonarbeiten für das Untergeschoss des Neubaus sind derzeit voll im Gange. Darauf entstehen bis zum Frühjahr das Erdgeschoss, drei Vollgeschosse in Betonbauweise und ein Dachgeschoss. | Foto: Foto: Bühler

Sterne-Hotel in Baden-Baden

Europ liegt im Zeitplan

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Trotz des starken Niederschlags während der zurückliegenden langen Regenperiode kommen die Arbeiten für den Neubautrakt des Europäischen Hofes voran. „Der Bauablauf läuft in den vorgesehenen Bahnen. Für den wasserdichten Unterbau des neuen Hotelflügels ist ein großer Armierungsaufwand notwendig“, setzt Peter Kruse vom leitenden Architekturbüro in Baden-Baden auseinander. Parallel dazu laufen die Modernisierungs- und Umbauarbeiten in den vier historischen Teilen des Hotelkomplexes, die unter Denkmalschutz stehen, weiter auf Hochtouren.

Fertigstellung 2019

„Wir liegen gut im Plan. Für die Fertigstellung der gesamten Hotel-Immobilie lautet die Zielsetzung 2019, wann genau wird man sehen“, blickt Peter Kruse in die Zukunft. Wenn das Untergeschoss einschließlich der Decke fertig ist, können die massiven Stahlträger, welche den Rotenbachkanal unter der Luisenstraße statisch stützen, entfernt werden. Dann folgt der Aufbau des Erdgeschosses, der drei Vollgeschosse in Betonbauweise und das Dachgeschoss.

Unvorhersehbare Herausforderungen

Der mehrmonatige Abriss des einstigen Luisenflügels mit der komplexen Sicherung des Rotenbachkanals hat das Architekturbüro von Peter Kruse und das Ingenieur- und Baustatik-Büro Zachmann aus Bühl vor sehr anspruchsvolle Herausforderungen gestellt. Dabei gab es einige unvorhergesehene technische Hürden zu bewältigen.

Am Montag hievte ein Kran weiße Container für die Mitarbeiter der Baufirmen auf eine Stahlkonstruktion über der Oos.

Konstruktion für Behälter

„Diese zusätzliche Fläche war notwendig, weil es kein entsprechendes Grundstück um den Hotel-Komplex herum gibt“, erklärt Peter Kruse zu der aufwändigen Stahlkonstruktion für diese Plattform über der Oos.
Derzeit werden in den alten Gebäuden die Tragstruktur aus Holzelementen erneuert oder aufwendig renoviert und entstehende Lücken in den Wänden aus statischen Gründen mit Ziegeln ausgemauert.

Investitionen von 70 Millionen Euro

Vorausgesetzt, es gibt keine weiteren Überraschungen, rechnet der Architekt im Frühjahr mit dem Start der Sanitärarbeiten für Abwasser und dergleichen und danach mit der umfassenden Elektro-Installation. Die geplante Gesamtinvestition liegt bei rund 70 Millionen Euro. Die Zufahrt erfolgt in Zukunft über die Inselstraße, geht dann direkt vor dem alten Gebäude entlang der Oos bis zur künftigen neuen Hotel-Lobby. Über die bestehende Brücke über die Oos gelangen die Gäste dann auf die Kaiserallee zur Einfahrt in die Kurhaus-Tiefgarage.

Genügend Stellplätze

„Der Stellplatzbedarf für die Hotel-Gäste in der Tiefgarage wird sich bei der Neueröffnung nicht ändern, weil die Anzahl der 122 Zimmer und Suiten gleich bleibt. Gleichwohl vergrößert sich die Fläche der Räume in dem Fünf-Sterne Luxus Hotel“, setzt Architekt Peter Kruse auseinander.