Eva Habermann spielt im neuen Image-Film des Baden-Airparks eine Reisebüro-Kundin, die sich einen Urlaub in der Schwarzwaldregion schmackhaft machen lässt; neben ihr ist Kollege Ivan Robert zu sehen. Foto: Frei/Baden-Airport

Neuer Imagefilm des Flughafens

Eva Habermann wirbt für Baden-Airport

Anzeige

Eine populäre Blondine wirbt neuerdings für den Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden: Schauspielerin Eva Habermann tritt in einem englischsprachigen Werbefilmchen mit dem Titel „Directly to the black Forest“ auf. Sie spielt in dem vierminütigen Streifen eine Reisebüro-Kundin, die sich die Schwarzwaldregion anpreisen lässt – und einen Flug ins Badische.

Da sind lächelnde Stewardessen, saftige Tannenwälder und süße Rehe zu sehen. Szenen aus der Baden-Badener Altstadt und dem Casino sollen die Touristen locken, und das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) kommt ebenso zu Ehren wie das Schloss im Herzen der Stadt. Auch das Rastatter Schloss des Türkenlouis wird den potenziellen Urlaubern aus dem Ausland angepriesen – als „badisches Versailles“.

Spanier, Engländern und Italiener fliegen auf den Schwarzwald

Touristen aus Spanien, England und Italien zeigten in jüngerer Zeit ein besonderes Interesse an Baden und dem Schwarzwald, sagt Elke Fleig, Sprecherin des Baden-Airparks: „Wir wollten in dem Film die Vielfalt unserer Region zeigen.“ In den weltweiten sozialen Netzwerken soll er Urlauber dazu verführen, einen Flug zum Regionalflughafen mit der internationalen Kennung FKB zu buchen.

Mit neuen Urlaubszielen will der badische Flughafen andere Rückschläge kompensieren und die Passagierzahlen stabil halten. Foto: Hora

Gleichbleibend rund 1,25 Millionen Passagiere

Die Passagierzahlen am Baden-Airport sind relativ stabil: Im Jahr 2018 fertigte der Flughafen rund 1,257 Millionen Passagiere ab – das bedeutete ein kleines Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,249 Millionen). „Wir gehen davon aus, dass wir dieses Niveau 2019 halten können“, erklärte Manfred Jung, Geschäftsführer des Baden-Airparks bei der Jahrespressekonferenz. Seine Branche rechne international – trotz der Klimaschutzdebatte – mit stark steigenden Fluggastzahlen bis ins Jahr 2030.

„Sorgenkind“ Turkish Airlines

Es gibt allerdings auch „Sorgenkinder“, wie es der Flughafen-Chef ausdrückt. Turkish Airlines und der badische Flughafen starteten 2015 mit großen Erwartungen eine Kooperation. Doch Terror, die politische Problemlage in der Türkei und die Zurückhaltung der Geschäftsreisenden ließen die Hoffnungen zerplatzen: Die Linie zum Drehkreuz Istanbul liegt schon seit dem Winterflugplan auf Eis – und Jungs „Bauchgefühl“ sagt ihm schon vor den letzten Verhandlungen, dass eine Wiederbelebung ab Juni unwahrscheinlich ist: „Die Vorzeichen sind nicht besonders gut.“ An der Flughafeneinfahrt prangt aber immer noch eine große  Werbebotschaft: „Entdecken Sie die Welt mit Turkish Airlines.“


Neue Linien – aber nicht nach Hamburg

Für die Hamburg-Linie ist kein neuer Anbieter in Sicht. Airlines, die mit kleinen Maschinen gerne Regionalflughäfen anfliegen, sind seit der Insolvenz von Air Berlin, Germania und Flybmi rar. „Lufthansa ist jetzt in einer marktbeherrschenden Stellung“, betont Jung.  Dass sein Flughafen trotzdem auf stabilem Kurs bleibt, sollen neue beziehungsweise ausgebaute Verbindungen zu folgenden Zielen möglich machen: Athen, Cagliari, Kiew, Marakkesch, Moskau, Sibiu, Skopje, Timisoara, Hurghada und Kos. Der wichtigste Partner des badischen Flughafens, der irische Billigflieger Ryanair, stellt allerdings die Linie nach Warschau ein.
Neue Kanaren- und Ägyptenflüge sind im Winter geplant. Auch die Berlin-Linie von Eurowings funktioniere inzwischen zuverlässiger, meint Jung.