Evelin König mit Flyern und Postkarten der parteiübergreifenden und unabhängigen Bürgerbewergung Pulse of Europe. | Foto: Bernd Kamleitner

Pulse of Europe

Evelin König engagiert sich in Baden-Baden für preisgekrönte Bürgerinitiative

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Für manche ist Europa einfach nur selbstverständlich. Für andere ein Bürokratiemonster, das abgeschafft werden sollte. Evelin König  beobachtet zudem nationalistische Tendenzen in Mitgliedsländern. Dadurch sieht sie das Modell Europa gefährdet – da will sie auf keinen Fall tatenlos zusehen. Als die TV-Moderatorin vor drei Jahren im Mittagsmagazin des Südwestrundfunks mit einem Ohr Stichworte aus einem Beitrag mit Daniel Röder vernahm, hörte sie Stichworte, die sie „regelrecht elektrisierten“, wie sie es beschreibt. Inzwischen ist sie in einer ähnliche Rolle wie der Impulsgeber für die überparteiliche und unabhängige Bürgerbewegung Pulse of Europa (Europas Pulse): Die Journalistin engagiert sich vor Ort in Baden-Baden für die bundesweit mehrfach preisgekrönte Initiative.

Wir können selbst was anstoßen

In über 100 Städten in Deutschland bestehen solche Initiativen. Alle verbindet die gemeinsame Idee, Europa zu erhalten – und zu verbessern. „Wir sind kein machtloses Spielball. Wir können selber was anstoßen“, betont König. Seit gut zwei Jahren ist die Kurstadt auch eine Pulse-of-Europe-Stadt. König  und ihre Handvoll Mitstreiter sind bereit, für Europa auch auf die Straße zu gehen.

Baden-Baden ist seit 2017 Pulse-of-Europe-Stadt

Dass zu Veranstaltungen an einem verregneten und stürmischen Muttertagssonntag an die 100 und einmal sogar rund 800 Interessenten in Baden-Baden kamen, sieht sie als Bestätigung des Anliegens von Pulse of Europe. „Da haben wir ganz offensichtlich ein Bedürfnis der Menschen getroffen“, zieht sie ein Resümee. Dabei soll es aber nicht bleiben.

Für ein gemeinsames Europa: Teilnehmer einer Veranstaltung von Pulse of Europe in Frankfrut.
Für ein gemeinsames Europa: Teilnehmer einer Veranstaltung von Pulse of Europe in Frankfrut. | Foto: dpa

An diesem Sonntag startet der Auftakt der Europawahlkampagne. Das Ziel ist klar umrissen: „Wir wollen möglichst viele Leute für Europa sensibilisieren und mit ins Boot nehmen“. Will heißen: Möglichst viele Menschen sollen bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abgeben. „Wir brauchen jeden, der sich für Europa stark macht“, betont die Pulse-of-Europe-Mitstreiterin. Eine hohe Wahlbeteiligung soll ein „großes Gegengewicht“ zu erkennbaren Tendenzen setzen, das europäische Fundament zu zerstören. „So etwas wie beim Brexit darf bei dieser Wahl nicht passieren“, sagt die Journalistin.

Wir brauchen jeden, der sich für Europa stark macht

Pulse of Europe wurde im Jahr 2016 von den Frankfurter Rechtsanwälten Sabine und Daniel Röder gegründet. Der unerwartete Brexit und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten waren damals die Auslöser für die Initiative, die sich für ein „vereintes, demokratisches Europa“ einsetzt und dabei keine parteipolitischen Ziele verfolgt.

Termin:  Sonntag, 17. März 2019, 14 Uhr, Augustaplatz. Zum Blick von außen auf Europa sprechen die Südkoreanerin So-Jin Kim, der Amerikaner Kyle Baker und Farida Rustamova, Profimusikerin aus Aserbaidschan, die auch auf der Geige spielen wird.