800 Stimmen wurden bei der Prüfung der Gemeinderatswahl in Baden-Baden noch für gültig erklärt. An der Sitzverteilung im Stadtparlament ändert sich dadurch aber nichts.
800 Stimmen wurden bei der Prüfung der Gemeinderatswahl in Baden-Baden noch für gültig erklärt. An der Sitzverteilung im Stadtparlament ändert sich dadurch aber nichts. | Foto: Bernd Kamleitner

Kommunalwahl Baden-Baden

FBB liegen nur noch 25 Stimmen vor den Freien Wählern

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Jetzt ist das Ergebnis der Kommunalwahl in Baden-Baden amtlich: Der Wahlausschuss hat es festgestellt – mit kleinen Veränderungen, die sich auf die bereits ermittelte Sitzverteilung im Stadtparlament nicht auswirken. Allerdings liegen die Freien Bürger für Baden-Baden (FBB) mit 91 328 Stimmen nur noch mit 25 Stimmen vor den Freien Wählern (FW) mit 91 303. Zuvor hatte der Abstand 75 Stimmen betragen.

Nur noch knapp liegen die Freien Bürger für Baden-Baden (FBB) vor den Freien Wählern. Der Abstand von 75 Stimmen ist auf 25. geschmolzen.
Nur noch knapp liegen die Freien Bürger für Baden-Baden (FBB) vor den Freien Wählern. Der Abstand von 75 Stimmen ist auf 25. geschmolzen. | Foto: Bernd Kamleitner

Genau 800 Stimmen wurden nach der Auszählung am Montag bei der Prüfung des Wahlergebnisses für die Kommunalwahl noch für gültig erklärt. „Im Zweifel für den Wähler“, formulierte die Wahlausschussvorsitzende und Oberbürgermeisterin Margret Mergen den Maßstab. So wurden etwa Stimmzettel doch noch für gültig erklärt, auf denen einem Bewerber vier und mehr Stimmen gegeben wurden. Maximal drei wären möglich gewesen – und wurden auch berücksichtigt.

Im Zweifel für den Wähler

Unter dem Strich profitierte die CDU von der zusätzlichen Wählergunst mit 159 Stimmen am meisten, vor den Grünen (140), den Freien Wählern (133), der FDP (127), der SPD (96) sowie FBB (73) und AfD (72). Die Linke konnte keine einzige Stimme zugewinnen. Das Endergebnis verschob sich damit minimal: Die Grünen bekamen 27,34 Prozent statt 27,35, die FBB 11,10 statt 11,11, die FDP 7,74 statt 7,73 und die Linke kommt auf 0,93 statt auf 0,94 Prozent. Unverändert blieb das Ergebnis für die CDU (23,16 Prozent), für die SPD (12,34) und für die AfD (6,28).

359 Briefwähler verschenkten Stimmen

Deutlich mehr Stimmen verschenkten 359 Briefwähler, weil sie ihren Wahlschein nicht unterschrieben. Die 359 Wahlbriefe mussten deshalb zurückgewiesen werden – das entspricht 15160 möglichen Stimmen für die Gemeinderatswahl. Die Unterschrift fordert die Kommunalwahlordnung. Mit ihr wird garantiert, dass der Wähler auch nur einmal wählen kann. Bei der Europawahl schlugen sich die Korrekturen ebenfalls  nicht im Ergebnis nieder.