Neben dem Kurpark sind in dem viergeschossigen Anbau die Patienten in der Psychosomatik untergebracht. | Foto: Bühler

Dengler-Klinik in Baden-Baden

Fit für die moderne Reha

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„Wir haben mit dem Anbau Falkenstein unser traditionsreiches Haus fit gemacht für die moderne Reha. Wenn man das Vorhandene nur verwaltet hängt man in der Branche schnell ab. Der Neubau mit 26 Zimmern ist bis auf das Erdgeschoss komplett in Holzbauweise ausgeführt. Das ist im Klinikbau nicht nur aus ökologischer Sicht wegweisend“, bekannte Arnd Fliescher, Geschäftsführer der Franz-Dengler-Klinik, bei der offiziellen Eröffnung. „Es war spannend zu sehen, wie das moderne Haus mit 26 Zimmern direkt neben dem Kurpark konzipiert wurde. Mit  bis zu 3 500 Patienten und fast 70 000 Übernachtungen ist das Gesundheitswesen ein wichtiger Faktor an einem Standort wie Baden-Baden, der in diesem Bezug auf eine jahrhundertealte Tradition als Ort der Genesung zurückblicken kann“, ergänzte Oberbürgermeisterin Margret Mergen bei der offiziellen Eröffnung des Anbaus. Die Tradition gelte es zwar zu achten, aber es sei sehr wichtig, auch immer wieder zeitgemäße Angebote zu etablieren. „Das ist mit dem schönen Neubau sicherlich gelungen.“

Hohe Auslastungsquote

Die Investition von rund vier Millionen Euro ist für die Dengler-Klinik ein wichtiger Schritt um im umkämpften Gesundheitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir brauchen eine Auslastungsquote von 90 Prozent, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Und wer den Namen Baden-Baden hört, der erwartet etwas Besonderes. Der normale Standard reicht da nicht aus“, führte Klinik-Chef Fliescher weiter aus. Die Gäste genießen den schönen Ausblick den Blick auf die Stadt mit dem darüber liegenden Battert. „Die direkte Angrenzung an die Lichtentaler Allee erforderte in der Planungsphase eine enge Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Durch die Holzbauweise mit vorgefertigten Elementen war die Baugeschwindigkeit sehr hoch und liegt bei nur einem Jahr“, betonte Fliescher. Lediglich das Erdgeschoss, in dem kombinierbare Versammlungsräume untergebracht sind, ist aus Beton gefertigt. „Der Anbau ist in der Kliniklandschaft etwas völlig Neues. Wegen der Holzbauweise gibt es ellenlange Vorschriften, die genauestens eingehalten werden müssen“, schilderte Fliescher die ausführliche Planungsphase. Im sogenannten Gesundheitsbau gelten verschärfte Brandschutz-Vorschriften. Eine spezielle Auskleidung der Innenwände garantiert, dass die tragenden und die trennenden Bauteile sowie die Wände einem Feuer mindestens 90 Minuten standhalten, damit im Brandfall genug Zeit ist, um Patienten zu retten. Und auch die Fassade besteht aus nicht brennbaren Stoffen.

Strenge Vorschriften bei Holzbauweise

Die Holzbauteile wurden von der Firma Haas in Falkenberg in Niederbayern vorgefertigt und in der Kapuzinerstraße angeliefert. Der Aufbau der Außenhülle dauerte lediglich 17 Tage und bot spektakuläre Anblicke beim Verschwenken der bis zu 16 Meter langen und drei Meter breiten Bauteile mit einem großen Kran über das Nebengebäude hinweg. Die kurze Aufbauphase freut nicht nur den Bauherrn, sondern auch die Anwohner, die keine langen Zeiten mit Baulärm aushalten mussten.
Die Dengler-Klinik erhöht mit dem Anbau die Zahl der Betten nicht, da ein gegenüber liegendes Gebäude verkauft wurde. Die Klinik bietet neben neuen Standbein der Psychosomatik zudem Prävention, Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung in der Inneren Medizin und Orthopädie mit insgesamt rund 170 Betten.

Weitere Informationen über die Klinik gibt es unter  www.dengler.de