Ein Blütenmeer aus Rot, Blau und Weiß: Markus Brunsing, Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten, hat die Farben des Frühjahrsflors passend zu Verdis Oper „Otello“, dem Hauptwerk der Osterfestspiele, ausgewählt.

Frühjahrsbepflanzung

Osterfestspiele in Baden-Baden: Zum Drama wird es schicksalsrot

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Bei Giuseppe Verdis „Otello“ muss Markus Brunsing nicht lange überlegen: „Liebe, Hass, Eifersucht, Rache, Mord“, sprudelt es aus ihm heraus. Kurzum: Mit der Oper, die in diesem Jahr im Fokus der Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern steht, verbindet der Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten vor allem eins: Emotionen pur. Deshalb war es für ihn dieses Mal ziemlich leicht, einen Farbton für die Frühjahrsbepflanzung auszuwählen, der zu diesen Gefühlen passt. „Damit assoziiert jeder sofort die Farbe Rot“, erläutert Brunsing im BNN-Gespräch.

Farbkonzept sieht Rot-, Blau- und Weißtöne vor

Damit die Farbwahl das dramatische Geschehen auf der Bühne perfekt zum Ausdruck bringt, war schnell der Name „schicksalsrot“ kreiert. Unter diesem Thema steht das Farbkonzept, das das Fachgebiet Park und Garten sowie das Festspielhaus für die Osterfestspiele abgestimmt haben. „Das ist kein einfaches Rot“, betont Brunsing. „Es bildet die Bandbreite zwischen Dunkel- und Hellrot und damit die ganze Palette der Gefühlslagen ab.“ Damit das Schicksalsrot eine zusätzliche Tiefe erhält, ergänzen die städtischen Gärtner es mit Blau. Zudem soll ein wenig eingestreutes Weiß die Farben in den Beeten zum Leuchten bringen.

Beflaggung passt farblich zu den Pflanzen

Rot, Blau und Weiß dominieren nicht nur in den Rabatten, Schalen, Kübeln und den bepflanzten stilisierten Einkaufstauschen mit Texten und Musikrätseln von Darius Szymanski vom Festspielhaus. Diese Auswahl findet sich ebenso in den Flaggen und Bannern sowie im Programmheft, ja sogar in den Blumensträußen, die die Künstler erhalten. „Dieses abgestimmte Farbkonzept gibt es seit Beginn der Osterfestspiele. Seit 2014 nimmt es zudem Bezug auf das jeweilige Hauptwerk“, erklärt Brunsing. Eine kleine Auswahl: Wüstengelb zu „Manon Lascaut“, Nachtblau zu „Tosca“ oder im Vorjahr Zaubergartenviolett zum „Parsifal“.

40.000 Frühjahrsblüher in 25 Sorten

Um diesen Farbenrausch zu erzielen, haben die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner mehr als 40.000 Frühjahrsblüher in 25 verschiedenen Arten und Sorten gepflanzt – darunter Stiefmütterchen, Hornveilchen, Akelei, Goldlack, Schaumblüte und Vergissmeinnicht.

Tulpen bieten besonderen Blickfang

Da Ostern und damit die Festspielwoche relativ spät liegen, ist Brunsing zuversichtlich, dass die mehr als 25.000 Tulpen in 29 verschiedenen Sorten einen besonderen Blickfang bieten werden. Die breite Vielfalt von den klassischen Triumph-Tulpen bis zu den eleganten lilienblütigen Tulpen werden voraussichtlich rechtzeitig zu den Festspielen in voller Blüte stehen.