Die Delegationen können nach Baden-Baden kommen. Den Frühling hat das Gartenamt bereits im Kurgarten eingepflanzt. In dieser Woche haben die Logistiker vor dem G-20-Treffen das Zepter in der Hand.

Politisches Großereignis

G 20 in Baden-Baden

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Die G-20-Uhr in Baden-Baden tickt: Planmäßig haben die Logistiker das Zepter beim bevorstehenden politischen Großereignis übernommen. Am Theater richtete die Telekom ein Übertragungszentrum ein, während einen Steinwurf weiter vor dem Kurhaus das Gartenamt die Blumenrabatte bepflanzte, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs Frühlingsgefühle zu den Beratungen ins Kurhaus mitnehmen können.

Erste Gespräche am 16. März

Mit dem eigentlichen Aufbau des Tagungsmobiliars wird am kommenden Donnerstag begonnen, denn der eigentliche Gipfel am 17. und 18. März beginnt mit Vorbesprechungen der 65 Delegationen bereits am Mittwoch, 15. März. Dazu werden die Staatssekretäre der G-20-Staaten in Baden-Baden erwartet. Nach ersten Konsultationen gibt es am Abend eine Willkommensveranstaltung in der Geroldsauer Mühle der G-20-Länder, der Gastländer und der beteiligten internationalen Organisationen. Rund 400 Gäste werden dazu erwartet.

G 20 Logo | Foto: BMF

Spätestens am Donnerstag, 16. März, wird es politisch, denn dann treten die Staatssekretäre und Debutys in die Kommuniqué-Verhandlungen ein. Damit wird sozusagen der Boden bereitet, wenn dann am Freitagnachmittag die Finanzminister und Notenbankchefs sich an einen Tisch setzen. Dem wird am Vormittag ein Expertensymposium vorausgehen. Dazwischen gibt es Imagepflege: Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt im Brenner’s und die Präsentation der Kunstaktion „Global Stone Garden“ im Museum Frieder Burda.

Gruppenfoto vor dem Kurhaus

Danach werden der Gastgeber, Finanzminister Wolfgang Schäuble, und der OECD-Generalsekretär Angel Gurria den OECD-Bericht „Going for Growth“ präsentieren. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Kurhaus beginnen dann die Gespräche, die nach einem Empfang am Abend im Festspielhaus am Samstagvormittag fortgesetzt werden. Abschluss des Gipfeltreffens sind am Nachmittag dann Pressekonferenzen der Delegationen im Kongresshaus. Allerdings: Alle Veranstaltungen sind nicht öffentlich, zum Teil sind in begrenzter Zahl Pressevertreter zugelassen.

„Global Stone Garden“

Immerhin: Am Kunstprojekt „Global Stone Garden“, das unter anderem auch von Schülerinnen und Schülern der Baden-Badener Realschule und der Grundschule Lichtental mitgestaltet werden darf, kann auch die Öffentlichkeit teilhaben. Nach der Präsentation am Samstag wird das Kunstwerk des Wiener Aktionskünstlers Ernst Handl am Sonntag, 19. März, im Frieder-Burda-Museum auch öffentlich zugänglich sein. Und: Wie Oberbürgermeisterin Margret Mergen mitteilte, wird das Kunstwerk dann in den Innenhof des Rathauses verfrachtet, wo es noch während der ganzen Zeit der deutschen G-20-Präsidentschaft bis November bestaunt werden kann.

Kernstück der Installation sind 800 Flusskiesel aus dem Rhein, die die zur deutschen G-20-Präsidentschaft anreisenden Delegierten mit Stift und Farbe gestalten können. Zudem hatte Handl die Delegationen dazu aufgerufen, bemalte Steine zu ihm zu senden. Mit Erfolg: Unter anderem aus China, Indien, Russland, Korea und Kanada sind zwischenzeitlich Steine für den „Global Stone Garden“ eingetroffen.
Die von den Delegierten bemalten und aus den G-20-Ländern versandten Steine will Handl in den nächsten Tagen in Baden-Baden in Stahlkonstruktionen in Form von Blumen und Beeten arrangieren und als begehbaren Garten präsentieren.