Ganz schön was los: Auch am Osterwochenende gibt es in der Region jede Menge zu erleben.

BNN-Wochenendtipps

Hier geht’s rund zur Osterzeit

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Ganz schön was los: Auch am Osterwochenende gibt es in der Region jede Menge zu erleben. Natürlich gibt es Konzerte und Theateraufführungen für die Feiertage – aber auch für jene, die mit Ostern nichts anfangen können, gibt es viel zu entdecken. Jeden Donnerstag geben die BNN einen Ausblick, welcher Besuch sich lohnen könnte.

Eiersuche auf dem Merkur

Ostereier einfach im eigenen Garten suchen ? Von wegen! Gelegenheit für ein ganz besonderes Oster-Erlebnis gibt es am Sonntag auf dem Merkur (Großer Stauferberg) in Baden-Baden. Von 10 bis 16 Uhr blasen die Stadtwerke Baden-Baden zum Ostereisuchen. Die Suche nach den 9999 Ostereiern startet stündlich von 11 bis 15 Uhr rund um den Merkurturm. Die jüngsten Kinder bekommen ihre Eier persönlich vom Osterhasen überreicht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Stadtwerke bitten darum, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen: Zur Talstation fahren die Busse der Linien 205 ab Bahnhof Baden-Baden und die Linie 204.

Ostern mit dem EggBot

Eier in die eine Hand, Pinsel in die andere – das kann ja jeder. Im ZKM in Karlsruhe gibt es am Sonntagvormittag Gelegenheit, ganz besondere Ostereier zu gestalten. In dem Workshop werden die Ostereier mit einem Roboter bemalt, dem EggBot. Die Maschine kann eierförmige Objekte mit einem Durchmesser von drei bis zehn Zentimetern bedrucken. Danach bringen die Teilnehmer die Ostereier mit LEDs zum Leuchten. Der Workshop eignet sich für Teilnehmer ab fünf Jahren und kostet 12 Euro pro Person (ermäßigt 9 Euro). Hier geht’s zur Anmeldung.

Ostern ganz klassisch

Wer am Karfreitag Lust auf klassische Musik hat, ist im Kurhaus in Bad Herrenalb richtig: Dort spielt der Pianist Dominik Stadler Werke von Frédéric Chopin und von Franz Schubert. Der gebürtige Bruchsaler Stadler hat bereits mehrere internationale Preise gewonnen, unter anderem in Wien, in Padua und beim Schubert-Wettbewerb für Klavier-Duos in Tschechien. 2014 wurde der Pianist in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. In Bad Herrenalb hat Stadler Chopins drei Nocturnen, Opus 9, und Schuberts vier Impromptus, Opus 90, im Programm. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Beginn ist um 16 Uhr. Um eine Spende wird gebeten.

Die Heimat entdecken

Der Karlsruher Hauptfriedhof gehört zu den ältesten Parkfriedhöfen Deutschlands. Unter den rund 32.000 dort Begrabenen sind viele Berühmtheiten – unter anderem Karl von Drais, der Erfinder des Fahrrads (gestorben 1851). Wer den Friedhof entdecken möchte, kann dies beispielsweise am Freitag um 14 Uhr im Rahmen des geleiteten Rundgangs „Ruhe weit draußen vor der Stadt“ tun. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang. Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden, die Teilnahme kostet 9 Euro (ermäßigt 8 Euro). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Foto zeigt ein Landschaftsgräberfeld auf dem Hauptfriedhof Karlsruhe. Mit seinen ungewöhnlichen Bestattungsangeboten ist der Friedhof in Karlsruhe Vorreiter in Sachen Bestattungskultur. | Foto: Uli Deck (dpa)

Auf Schliemanns Spuren

In der vorklassischen Zeit war Mykene eine der wichtigsten Städte des alten Griechenlands. Ausgegraben wurde die Stadt von dem deutschen Archäologen Heinrich Schliemann, der heute vor allem als Entdecker Trojas berühmt ist. Mykene ist Thema der aktuellen Ausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe. Schliemann selbst erzählt dort am Karfreitag, 15 Uhr, und am Ostermontag, 15 Uhr, von seiner Entdeckung. Nun gut, zugegeben, es handelt sich nicht wirklich um den echten Heinrich Schliemann, ein kostümierter Museumsführer schlüpft in seine Rolle – der hat aber mindestens genauso viel Interessantes über Mykene zu erzählen wie der deutsche Archäologe. Die Teilnahme kostet 2 Euro, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Impression aus der Ausstellung, Heinrich Schliemann.
Impression aus der Ausstellung, Heinrich Schliemann. | Foto: BLM, Deck

Oster-Theater in Baden-Baden

Das Theater in Baden-Baden bringt die Kriminalgeschichte „Das Fräulein von Scuderi“ von Schriftsteller E.T.A. Hoffmann auf die Bühne. Die Novelle aus dem Jahr 1819 erzählt von der namensgebenden Madeleine von Scuderi, die im 17. Jahrhundert in einen Mordfall mit hineingezogen wird. Das Stück im Spiegelfoyer des Theaters Baden-Baden wird am Samstag, 20. April, um 19 Uhr aufgeführt und dauert etwa 80 Minuten (keine Pause). Karten gibt es für 20 Euro. Tickets und weitere Infos gibt es hier.

Grusel statt Feiertagsfrieden

Keine Lust auf Friede und Besinnlichkeit an Ostern? Auch für Fans von Grauen und Grusel gibt es am Osterwochenende einen Tipp: Das Spuktheater Karlsruhe im ehemaligen Kühlhaus auf dem Gelände des alten Schlachthofs lädt am Samstag (20 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) zur „Séance des Henri Flaubert“ ein. Eine Séance ist eine spiritistische Sitzung, bei der Kontakt zum Totenreich hergestellt werden soll. Bei dem subtilen Grusel-Erlebnis ist der Besucher nicht einfach nur Zuschauer, sondern auch Teil der Geschichte. Die Veranstaltung ist für Gäste ab 18 Jahren gedacht, die Teilnahme kostet 20 Euro. Die Gruppengröße ist auf 25 Personen begrenzt. Mehr Infos und Anmeldung unter spuktheater.net