Klar: Wer schicke Oldtimer sehen will, der ist auf dem Oldtimer-Meeting in Baden-Baden richtig. Am Stand der Badischen Neuesten Nachrichten, die Medienpartner des Meetings sind, gab es aber auch interessante Expertengespräche aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Themenfelds. | Foto: Falkner

Oldtimer-Meeting

Hotellerie und E-Mobilität: Talk am BNN-Stand

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Klar: Wer schicke Oldtimer sehen will, der ist auf dem Oldtimer-Meeting in Baden-Baden richtig. Am Stand der Badischen Neuesten Nachrichten, die Medienpartner des Meetings sind, gab es aber auch interessante Expertengespräche aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Themenfelds.

Egal ob Hotellerie in Baden-Baden, Frauen mit Oldtimer-Leidenschaft, die Ehrengastmarke Bentley oder die Perspektive der E-Mobilität: Am Stand der Badischen Neuesten Nachrichten auf dem 43. Internationalen Oldtimer-Meeting Baden-Baden gab es am Samstag mehrere interessante Talkrunden zu belauschen.

Hotel-Profis unter sich

Marcus Scholz (Roomers Hotel Baden-Baden), Frank Marrenbach (Brenners Parkhotel), Peter Pusnik (Dorint Maison Mesner) und Benjamin Eichner (Badischer Hof) diskutierten im Expertengespräch am BNN-Stand die Hotellerie in Baden-Baden. Frank Marrenbach erzählte am runden Stehtisch bei einem kühlen Bier, dass er selbst Besitzer mehrerer Oldtimer ist – sein ältestes Stück: Ein Porsche aus dem Jahr 1953. Marrenbach fährt auch Rennen: „So ein Auto ist ja kein Stellzeug, sondern ein Fahrzeug“, meinte er dazu humorvoll.

Frank Marrenbach, BNN-Geschäftsstellenleiter Andreas Hebe, Peter Pusnik, Marcus Scholz und Benjamin Eichner am BNN-Stand auf dem Oldtimer-Meeting 2019.

Benjamin Eichner berichtete, dass der Badische Hof während des Meetings zu 100 Prozent ausgelastet sei. Ob dies nur am Oldtimer-Meeting alleine liege, könne er nicht sagen, jedoch sei das Haus wegen der räumlichen Nähe und der Historie sicherlich eines derer, das von den Oldtimer-Besitzern als erstes angesteuert würden, meinte er. Gleichzeit gab sich Eichner  auch bescheiden: „Das Haus mag bei dem einen oder anderen aber auch nicht die Hauptrolle spielen in diesen drei Tagen, sondern geht es ja auch vor allem darum, dass man das Auto ordentlich parken kann.“

Es gibt keine Stadt in Deutschland, die so facettenreich ist.

Peter Pusnik über die Stadt Baden-Baden

Peter Pusnik machte sich im Gespräch für den Standort Baden-Baden stark: „Es gibt keine Stadt in Deutschland, die so facettenreich ist.“ Pusnik verglich die Stadt mit dem schweizerischen St. Moritz. Auf die Konkurrenzsituation zwischen den Hotels in Baden-Baden angesprochen, wehrte Marcus Scholz ab: „Zwischen uns gibt es regelmäßigen Austausch. Ich empfinde das nicht als Konkurrenz, sondern als ein Miteinander.“ Er meinte: „Ich glaube, wir können nur durch die Vielfalt des Miteinanders bestehen.“ Und Frank Marrenbach sprang ihm bei: „Ich habe einzig Angst vor schwachen Mitkonkurrenten – die kennen nämlich nur ein Argument, und das ist der Preis.“

Fahren mit Eletrokraft?

Ein weiteres, nicht minder interessantes Gespräch entwickelte sich am BNN-Stand zwischen Gerd Stracke, Vizepräsident des Automobilclub von Deutschland (AvD), Lutz Leif Linden, Geschäftsführer des AvD, und BNN-Redakteur und Moderator Wolfgang Voigt. Der AvD feiert in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen- Das Thema des Gesprächs blickte aber nicht zurück, sondern voraus: Die Zukunft der E-Mobilität.

Gerd Stracke, BNN-Redakteur Wolfgang Voigt und Lutz Leif Linden im Gespräch am BNN-Stand (von links). | Foto: Falkner

„Wir müssen etwas für’s Klima tun“, sagte Gerd Stracke, „aber der aktuelle Weg ist nicht der richtige, es läuft zu ideologisch. Ich wünsche mir eine Versachlichung der Debatte.“ Er ist sich sicher: „Wenn Sie zum Thema E-Mobilität zehn Experten befragen, bekommen Sie zehn verschiedene Antworten.“ Lutz Leif Linden verwies auf die Vorgaben der Politik: Um die erfüllen zu können, sei die E-Mobilität die am schnellsten realisierbare Möglichkeit. Er beschrieb die E-Mobilität als „Übergangsmodell“ – und wies auf die nicht unproblematische Energiebilanz von Batterien und Akkus hin. Hybridantriebe bezeichnete Linden als „vernünftige Alternative in den kommenden Jahren“. Auch für synthetische Kraftstoffe als Möglichkeit der Reduzierung von Kohlenstoffdioxid-Emissionen sprach er sich aus – und machte die fehlende Lobbyarbeit zumindest mitverantwortlich dafür, dass sich in diesem Bereich relativ wenig bewegt.

Egal, wie man es am Ende auch genau macht: Georg Stracke bekräftigte: „Wir müssen mit den Ressourcen sorgsam umgehen, wir haben da eine Verantwortung unseren Kindern gegenüber.“ Und Linden blickte hinsichtlich der E-Mobilität auch optimistisch in die Zukunft: „Wir werden in ein bis zwei Jahren Reichweiten von bis zu 450 Kilometern haben“, sagte er. „Die technischen Entwicklungen laufen.“