IM PRESSEZENTRUM herrscht geschäftige Betriebsamkeit. Die Journalisten begrüßen die sehr gute Organisation der Abläufe. Viele zeigen sich beeindruckt von dem historischen Ambiente, der Sauberkeit und der Naturhähe der Kurstadt. Foto: Bühler

Rege Arbeit in Baden-Baden

Journalisten graben nach Antworten

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„Ich bin beeindruckt, wie das hier alles perfekt durchorganisiert ist. Alles läuft reibungslos – Anreise, Unterkunft, Verpflegung – wie am Schnürchen. Kein Vergleich mit entsprechenden Presse-Events in Japan und vor allem in UK“, zeigt sich Korrespondent Shinkau Toyoshima vom größten japanischen Sender TV Tokio im Pressezentrum des Kongresshauses sichtlich beeindruckt.

Saubere Stadt

Er habe auch selten einen so aufgeräumten und sauberen Ort inmitten von tollen historischen Gebäuden und vor allem mit diesem überall präsenten üppigen Grün der Natur gesehen, gibt sich der Kollege aus dem Fernen Osten sichtlich beeindruckt vom Gipfel-Ambiente in Baden-Baden.
Derweil stehen viele Journalisten mit einer Tasse bewaffnet an der Theke im Kongresshaus an um sich zu stärken. „Wir merken das internationale Publikum. Die Apfel-Curry-Suppe ist wirklich der Renner“, schildert eine Mitarbeitern des Hotel am Sophienpark, das für den gastronomischen Service im Pressezentrum zuständig ist. Aber auch von der badischen Kartoffelsuppe werde ab und zu nach einem Nachschlag gefragt.

Großes Arbeitspensum

Unweit entfernt sitzt Bild-Korrespondent Kai Weise und spricht fleißig in sein Smart-Phone. „Ich stehe hier unseren Lesern Rede und Antwort zu der Berichterstattung, die heute bei uns im Blatt ist“, sagt der Korrespondent aus Berlin fast entschuldigend. Trotzdem nimmt er sich etwas später Zeit und erzählt von seinem Arbeitspensum und den Aufgaben hier beim G-20-Gipfel in Baden-Baden. „Wir versuchen natürlich über Verbindungen direkten Kontakt hier zu den wichtigsten Protagonisten zu bekommen. Dabei stehen natürlich die durch Trump frisch aufgeworfenen Fragen der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA im Vordergrund“, schildert Kai Weise.

Direkte Kontakte gesucht

Dabei komme ihm natürlich auch sein englischer Pass, „der mir auch Zugang zum türkischen Vize-Premier verschafft, der glücklicher Weise professionell auf einer ganz anderen Ebene arbeitet als die türkischen Minister“, gibt er augenzwinkernd zu verstehen. Themen, wie das Verhältnis zwischen Ankara und Berlin verbessert werden könnte und in diesem Zusammenhang auch die weitere Förderung der Wirtschaft in der Türkei und des Tourismus seien brennende Themen, die es am Rande des Gipfeltreffens in Baden-Baden auszuloten gelte. Er sei durch seinen Beruf schon weit herumgekommen, aber noch nie in Baden-Baden gewesen. „Hier ist alles ungewöhnlich schön und perfekt organisiert. Es ist deshalb völlig verständlich, dass Wolfgang Schäuble im Rahmen des G-20-Vorsitzes den internationalen Vertretern der Staaten seine schöne Heimat zeigen möchte.“ Zudem könne man in Baden unschwer die äußerst gute Wirtschaftskraft Baden-Württembergs erkennen.

 Auf den Spuren von Dostojewski

Ähnlich gelagert sieht der Berliner Korrespondent Thibau von der wichtigsten Pariser Wirtschaftszeitung „Les Echo“ die brisante Themenlage zwischen den USA, der Türkei und der Bundesrepublik bei diesem Treffen der Finanzminister. „Abgesehen davon bin ich gespannt, diese Stadt einmal etwas näher kennenzulernen. Weil mir nicht viel Zeit zwischen den vielen Pressekonferenzen und Meetings bleibt, möchte ich gerne eine Sightseeing-Tour machen“, wünscht sich der Franzose auch Eindrücke abseits des Medienrummels. Er sei fasziniert von den gut erhaltenen historischen Gebäuden und dem mondänen Ambiente. „Ich haben den Spieler von Dostojewski gelesen. Als er das schrieb war ich noch nicht geboren. Aber das Ambiente von Baden-Baden versetzt mich in diese Zeit zurück. Und ich möchte zumindest für einen Augenblick einmal darin eintauchen.“

Weitere Informationen unter: https://bnn.de/lokales/baden-baden/baden-baden-g20-tag1