Einen Schuldenschnitt für arme Länder fordern die Kirchen beim Treffen der G 20 Finanzminister in Baden-Baden. | Foto: Jakob Studnar/Johanniter

G 20 Treffen in Baden-Baden

Kirchen fordern Schuldenschnitt

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Anlässlich des G-20-Finanzministertreffens am 17. und 18. März in Baden-Baden laden die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK Baden-Baden) sowie das Entschuldungsbündnis erlassjahr.de zu einem Aktionstag ein. Am Freitag, 17. März, findet um 14 Uhr auf der Fieser-Brücke eine öffentliche Kundgebung zum Thema Schuldenschnitt statt und um 17 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche ein ökumenischer Gottesdienst mit Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Erzbischof Stephan Burger.

Bei einer Pressekonferenz zuvor um 11 Uhr stellen erlassjahr.de und Misereor den Schuldenreport 2017 in der evangelisch-lutherischen Johannis-Kirche vor.

„Schuldenschnitt erforderlich“

Erlassjahr.de und die ACK fordern als Veranstalter der Kundgebung die G-20-Staaten auf, für verschuldete Staaten endlich ein verlässliches und faires Verfahren zur Lösung von Schuldenkrisen zu schaffen. Sie setzen sich für eine gerechte Globalisierung ein, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft.
Dazu werden sich bei der Kundgebung auf der Fieser-Brücke 20 Akteure einfinden, die mit Länderfahnen bekleidet zwanzig hoch verschuldete Staaten darstellen, deren Schuldenlast ihnen förmlich den Hals zuschnürt.

Finanzminister eingeladen

Die Finanzminister seien eingeladen, im Rahmen der Aktion einen symbolischen Schuldenschnitt durchzuführen. Um 19 Uhr schließt sich eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Katholischen Gemeindehaus Baden-Oos, die sich mit Steueroasen und Steuerpolitik beschäftigt.
Die Veranstaltungen werden von der Landeskirche, dem Erzbistum, der KAB, Weltläden, der Informationsstelle Peru und weiteren entwicklungspolitischen Gruppierungen unterstützt.