Eine Attraktion des Kurparkmeetings in Baden-Baden im vergangenen Sommer waren eine Lichtshow und die Illumination des Kurhauses.
Eine Attraktion des Kurparkmeetings in Baden-Baden im vergangenen Sommer waren eine Lichtshow und die Illumination des Kurhauses. | Foto: Bernd Kamleitner

Form der Lichtshow noch offen

Kunst ergänzt die Sommerparty beim Kurparkmeeting in Baden-Baden

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Eine Lichtshow wie beim Kurparkmeeting im Sommer ist für die Kur- und Tourismuschefin zu Silvester in Baden-Baden in dieser Form nicht machbar. Das scheitere am Christkindelsmarkt, der zu der Zeit das Gelände beanspruche, sagt Nora Waggershauser.

Das Lichterspektakel war der Ersatz für das in der Vergangenheit übliche Feuerwerk zur Sommerparty im Kurpark, die zur Großen Woche auf der Pferderennbahn in Iffezheim in Baden-Baden gefeiert wird.

Die Grünen im Gemeinderat der Bäderstadt haben aus Umweltschutzgründen ein Verbot von privatem Feuerwerk gefordert. Alternative könnte ein zentrales Feuerwerk der Stadt zum Jahreswechsel sein – oder eine Lichtshow wie beim Kurparkmeeting, so die Argumentation. Ob die bunten Lichteffekte beim Kurparkmeeting in diesem Sommer eine Neuauflage erleben, ist offen.

Lichterspektakel kam beim Publikum gut an

Die Show hatte die in den Vorjahren übliche Illumination des Kurhauses und der Baumreihe ergänzt – und war beim Publikum sehr gut angekommen. Ihre Zukunft hängt von einem neuen Event ab, das die Baden-Baden Events GmbH (BBE) entwickelt hat: „kunst findet stadt“.

Möglich sind Skulpturen, Installationen und Performance

Das Konzept sieht vor, dass eine Künstlerin oder ein Künstler im Rahmen des Kurpark-Meetings vom 28. August bis 6. September eine eigene künstlerische Arbeit im Kurgarten zeigen. Von Skulpturen über Installationen bis Performance ist alles möglich, heißt es in einer BBE-Mitteilung. Ob und in welcher Form dazu eine Lichtshow gezeigt wird, hänge davon ab, auf welchen Künstler die Wahl fällt, erläutert Felix Brenner von BBE.

Beirat trifft Auswahl

Die Auswahl wird im Februar ein Beirat treffen. Neben Nora Waggershauser, der Initiatorin der Kunstaktion und BBE-Geschäftsführerin, gehören dem Oberbürgermeisterin Margret Mergen an sowie die Kunstexperten Henning Schaper (Direktor Museum Frieder Burda, Baden-Baden), Thomas Köhler (Direktor der Berlinischen Galerie) sowie Florian Matzner (Akademie der Bildenden Künste, München).

Feuerwerk ist für Gäste nicht unbedingt erforderlich

Zur Feuerwerksdebatte betont Waggershauser, dass die BBE zu Silvester nie Pyrotechnik gezündet habe. Rund um das Kurhaus gebe es aber „so viel Feuerwerk, dass viele denken, es sei ein städtisches“, erläutert die Kur- und Tourismuschefin. Mit Blick auf die Umweltdebatte vertritt sie die Meinung, dass ein Feuerwerk an Silvester für die Gäste nicht unbedingt erforderlich sei. Zum Jahreswechsel spiele sich der Tourismus an der Oos nicht auf der Straße ab, sondern in Einrichtungen wie Hotels, Restaurants und im Kurhaus: „Da wird es keinem langweilig!“