Blickfang: Die Illumination war eine Attraktion des Kurpark-Meetings 2019 in Baden-Baden. Künftig möchte die Stadt einen weiteren Akzent setzen und Künstler einladen sich zu präsentieren. | Foto: Schultes

Neues Kultur-Event

Kurpark in Baden-Baden wird zum Garten für Kunst

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Baden-Baden wird ab dem Sommer um ein Kultur-Event reicher. „kunst findet stadt“ heißt eine neue Reihe, bei der international renommierte Künstler sich während des Kurpark-Meetings zur Großen Woche der Galopprennen präsentieren.

Für die Organisatoren ist Public Art bestens geeignet,  die Stadt an der Oos weiter attraktiv zu halten als Destination, bei der die Besucher Luxus nicht einfach mit Geld, sondern mit Lebenskultur assoziieren.

Nora Waggershauser macht es weiter spannend: „Jetzt fehlt nur noch der Name“, sagt die Geschäftsführerin der Baden-Baden Events (BBE). Welcher Künstler oder welche Künstlerin mit internationalem Renommee den Auftakt bei der neuen Reihe „kunst findet stadt“ machen und Werke im Kurgarten präsentieren wird, weiß sie noch nicht. Das Auswahlgremium, ein eigens konstituierter Beirat, wird seine Entscheidung wohl Ende Februar bekannt geben.

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Die Aktion soll den Kultur-Kalender bereichern

Auch wenn der Name noch ein Geheimnis bleibt, eines steht für die BBE fest: Sie möchte mit „kunst findet stadt“ den Baden-Badener Kultur-Kalender um ein weiteres spektakuläres Ereignis bereichern. Ab diesem Sommer wird sie sie alljährlich zum Kurpark-Meeting während der Großen Woche in Iffezheim Kunst im öffentlichen Raum präsentieren.

Das künstlerische Format ist nicht festgelegt

Ob Skulptur, Installation oder Performance – das künstlerische Format ist nicht festgelegt. „Es sollte aber unterhaltend und open-air-tauglich sein“, nennt Waggershauser als wesntliche Vorgaben. Sie verweist darauf, dass das Ganze sich entweder auf der Wiese oder auf den Wegen vor dem Kurhaus abspielen wird.

Neues Konzept: Die Reihe „kunst findet stadt“ soll vor allem jüngere Gäst anlocken und die Gourmetmeile vor dem Kurhaus bereichern. | Foto: Schultes

Ein Experten-Beirat entscheidet über die Künstler

Welche Künstlerin oder welcher Künstler dort eine Plattform erhalten wird, ist Sache des Beirats. Neben der BBE-Chefin und OB Margret Mergen gehören ihm Henning Schaper, Direktor des Museums Frieder Burda, Thomas Köhler, Kunsthistoriker und Direktor der Berlinischen Galerie in Berlin, sowie Florian Matzner, Public-Art-Spezialist und Professor für Kunstwissenschaft an der Akademie der Bildenden Künste in München, an.

Das Werk muss zu Baden-Baden passen

Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Baden-Baden Events

Der Sachverstand der Experten sei zwar mit entscheidend, aber Waggershauser behält sich und der Rathaus-Chefin ein Veto vor: „Es ist ganz klar, dass das Kunstwerk auch zu Baden-Baden passen muss.“

Die Stadt möchte neue Gäste anlocken

Die BBE-Geschäftsführerin beschreibt die Strategie dieses Konzepts: „Wir wollen neue Gäste anlocken.“ Die Stadt seimit dem Slogan des „good-good life“ bereits auf einem guten Weg, den sie konsequent weitergehen müsse. Tradition allein reiche nicht aus, um die Stadt langfristig attraktiv zu halten. Die Herausforderung dabei: Es müsse gelingen, die Marke Baden-Baden als weltberühmter Badeort mit einer interessanten Geschichte in die heutige Zeit zu implementieren.

Das Event ist zeitlich begrenzt

Kunst im öffentlichen Raum eigne sich dafür als Ansatzpunkt. Die Organisatoren wollen ein Projekt anstoßen, das es in dieser Form an der Oos noch nicht gegeben hat – etwas nicht Alltägliches, sondern etwas Besonderes, ein auf einen bestimmten Zeitraum begrenztes Event, das sich lohne, dabei zu sein und mitzuerleben.

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„Wir wollen die Kunst und die Stadt miteinander ins Gespräch bringen“, skizziert Waggershauser das Konzept. Das signalisiere noch eine weitere Botschaft: Die Kunst finde Baden-Baden. „Künstler wissen, was sie an unserer Stadt haben, und kommen genau deshalb hierher.“

Das Projekt soll Strahlkraft entfalten

Waggershauser hat keine Zweifel, dass die Bäderstadt für Public Art bestens geeignet sei – eine Destination, die Luxus nicht einfach mit Geld assoziiere, sondern mit Lebenskultur. Dazu gehöre auch ein lebendiger Kunstbetrieb. Eine Stadt, in der sich ein treues Publikum mit neuen, gerade auch jüngeren Besuchern mische, sei für Kunstbegeisterte ein hochinteressanter Treffpunkt. „Mit dieser Einzigartigkeit entwickeln wir eine Strahlkraft weit über Baden-Baden hinaus“, ist die BBE-Chefin überzeugt.

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Das Feuerwerk hat ausgedient

Die Baden-Baden Events finanziert die neue Kunst-Aktion aus ihrem Etat. Zudem unterstützen Waggershauser zufolge Sponsoren die Aktion, die die Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH überregional vermarktet. Sobald der Name der Künstlerin oder des Künstlers feststeht, geht die BBE an die Feinplanung der Reihe „kunst findet stadt“, die künftig das Feuerwerk zum Abschluss der Großen Woche ersetzen wird.

Der Eintritt zur Kunst-Aktion ist frei

Zehn Tage lang dürfen die Gäste während des Kurpark-Meetings dann bei freiem Eintritt miterleben, wie Künstler versuchen, Public Art  mit Galopprennen und Gourmetmeile in Einklang zu bringen.