Symbolbild | Foto: Pixabay

Blinder Passagier

Mann fährt außen am Zug mit: Notbremsung in Rastatt

Anzeige

Zug verpasst? Macht nichts – das dachte sich wohl ein 23-jähriger Schweizer, der am Donnerstagmittag die Notbremsung eines Zugs in Rastatt auslöste. Der Grund: Der Mann war nicht im Zug, sondern außen am Zug mitgefahren.

Wie die Bundespolizei meldet, war der Mann gegen 14 Uhr am Bahnhof Baden-Baden von außen auf den Zug aufgestiegen und mitgefahren. Ein anderer Reisender habe den blinden Passagier entdeckt und im Bahnhof Rastatt die Notbremse gezogen.

Nach Pause im Bahnhof nicht mehr rechtzeitig eingestiegen

Die Polizei ermittelte, dass der 23-jährige Schweizer ursprünglich als Reisender im Zug gewesen war und beim Halt im Bahnhof Baden-Baden ausgestiegen war. Als der Zug die Türen wieder schloss und weiterfuhr, stieg der Mann nicht schnell genug wieder ein. Weil er dennoch mitfahren wollte, stieg er von außen auf den Zug auf, meldet die Polizei.

Polizei weist auf Gefahren hin

Worum auch immer es ging, die Fahrt hat sich für den Mann wohl kaum gelohnt: Nun erwartet ihn eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Polizei weist auf die Gefahr solcher Aktionen hin: Regionalzüge sind mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern unterwegs – ein lebensgefährliches Risiko. Zudem snd auch die Oberleitungen der Züge gefährlich. Die Leitungen führen 15.000 Volt, eventuelle Stromschläge können tödlich sein.

(ots/bnn)