Tatort Hallenbad: Bei Schwimmkursen in der Region soll der angeklagte Schwimmlehrer mindestens 198 Sexualstraftaten an 40 Mädchen begangen haben. (Symbolfoto)
Tatort Hallenbad: Bei Schwimmkursen in der Region soll der angeklagte Schwimmlehrer mindestens 198 Sexualstraftaten an 40 Mädchen begangen haben. (Symbolfoto) | Foto: Kraufmann/dpa

Vorwürfe unzutreffend

Missbrauchs-Prozess in Baden-Baden: Schwimmschulbetreiber wohl unschuldig

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Im Strafverfahren gegen einen Schwimmlehrer aus Baden-Baden wegen sexuellen Missbrauchs an rund 40 kleinen Mädchen gibt es eine neue Entwicklung: Die Beschuldigungen gegen den Betreiber der Schwimmschule, der vom Angeklagten bezichtigt wurde, ihn unter Drohungen zu weiteren Taten gezwungen zu haben, sind unbegründet.

Der wegen schwerem sexuellen Missbrauch in zahlreichen Fällen angeklagte Schwimmlehrer aus Baden-Baden hatte in der Hauptversammlung behauptet, einen Teil der Straftaten auf Veranlassung des Betreibers der Schwimmschule begangen zu haben. Dieser sollte zufällig mitbekommen haben, dass der Schwimmlehrer Videofilme, die den sexuellen Missbrauchs von Schwimmschülerinnen zeigten, angefertigt hat und diesen daraufhin aufgefordert haben, weitere Missbrauchstaten zu begehen und diese zu filmen.

Ermittlungsverfahren wurde umgehend eingeleitet

Der Betreiber der Schwimmschule sollte dem Angeklagten nach dessen Aussage gedroht haben, Nacktfotos von dessen Ehefrau zu veröffentlichen und ihn selbst bei der Polizei anzuzeigen, wenn dieser die Missbrauchshandlungen nicht fortsetzen und dem Schwimmschulbetreiber die Videos überlassen würde. Nach diesen Vorwürfen hatte die Staatsanwaltschaft Baden-Baden ein Ermittlungsverfahren gegen den Schwimmschulbetreiber eingeleitet. Noch am selben Abend wurde dessen Wohnung durchsucht.

Behauptungen des Schwimmlehrers sind haltlos
Inzwischen wurde das Ermittlungsverfahren wieder eingestellt. Die Behauptungen des angeklagten Schwimmlehrers hätten sich als unzutreffend herausgestellt, vermeldete die Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Der beschuldigte Schwimmschulbetreiber hatten den Vorwurf selbst zurückgewiesen. Auch konnten in dessen Wohnung keinerlei Unterlagen, Fotos oder Videoaufnahmen gefunden werden, die die Behauptungen des Schwimmlehrers auch nur annähernd gestützt hätten.