Einfach losradeln geht beim Leihradsystem KVV.nextbike erst nach erfolgter Anmeldung. Das Modell gibt es neben Baden-Baden auch in Rastatt und Karlsruhe.
Einfach losradeln geht beim Leihradsystem KVV.nextbike erst nach erfolgter Anmeldung. Das Modell gibt es neben Baden-Baden auch in Rastatt und Karlsruhe. | Foto: Kamleitner

Parkplätze und Abfahrtszeiten

Mobilitätsportal hilft Einheimischen und Gästen in Baden-Baden

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Parkplatzsuche in Baden-Baden? Die ist nicht immer einfach. Da sind elektronische Helfer durchaus hilfreich. Auf den großen und daher nicht zu übersehenden Tafeln des neuen Verkehrs- und Parkleitsystems werden Gäste inzwischen nicht nur mit einem „Herzlich willkommen in Baden-Baden“ empfangen, sondern auch mit dem Hinweis auf die Zahl der freien Parkplätze in den Parkgaragen.

Wer einen Stellplatz in der City sucht, kann auch auf dem Smartphone oder am heimischen Computer schon einmal recherchieren, wie viele freie Stellplätze in den Parkgaragen wohl gerade an diesem Tag zu der Zeit verfügbar sind. „Die Angaben sind, soweit möglich, immer aktuell“, betont Stadtwerke-Chef Helmut Oehler. Sie sind aber noch keineswegs im Bewusstsein vieler Autofahrer.

Auskunft in Echtzeit

Wer die Internetseite des kommunalen Energieversorgers aufruft, wird unmittelbar mit der „Live-Auskunft – Freie Parkplätze“ vertraut gemacht. Neun Garagen sind an das System angeschlossen: Kongress-, Vincenti-, City-, Kurhaus- und Bädergarage, sowie die Parkhäuser am Festspielhaus, am Cineplex und die Wagener Galerie. Noch ausführlicher wird die Auskunft, wenn der Parkplatzsuchende auf der Stadtwerke-Homepage unter „Mobilität & Freizeit“ recherchiert. Dann erhält der Suchende auf einer digitalen Stadtkarte einen Überblick über alle Parkmöglichkeiten in der Kurstadt und der Anzahl der jeweiligen Plätze. Beim Klicken auf das P-Symbol erscheint bei den genannten neun Garagen nicht nur der Hinweise auf die Gesamtzahl der Plätze, sondern auch die Zahl der freien Stellplätze.

Beim Umsteigen vom Auto auf Bus oder Bahn hilft das Mobilitätsportal. Es liefert unter anderem Daten für alle 150 Bushaltestellen in der Stadt.
Beim Umsteigen vom Auto auf Bus oder Bahn hilft das Mobilitätsportal. Es liefert unter anderem Daten für alle 150 Bushaltestellen in der Stadt. | Foto: Kamleitner

Alle Abfahrtszeiten

Noch komfortabler ist das System beim öffentlichen Personennahverkehr. Alle 150 Haltestellen der Baden-Badner Buslinien können angeklickt werden. Für jede erscheint dann eine Übersicht über die Buslinien und die Abfahrtszeiten in die jeweilige Richtung – in Echtzeit. Verspätungen sind in roten Zeitangaben erkennbar, grüne Angaben versprechen eine pünktliche Bedienung.

Ist die Ladesäule frei?

Der Service geht noch weiter: Auch die Standorte der Ladesäulen für Elektroautos sind der digitalen Stadtkarte zu entnehmen. Im Stadtgebiet sind es inzwischen zehn. Zwei kamen jüngst an der Geroldsauer Mühle hinzu. Jede Säule verfügt über zwei Ladepunkte. Ob sie frei sind sowie Angaben zur Spannung, zur Stromstärke und zum erforderlichen Stecker, das ist dem Mobilitätsportal ebenfalls zu entnehmen. Sie brauchen einen Leihwagen? Zumindest die neun Carsharing-Stationen sind aufgelistet. Ob tatsächlich ein Wagen verfügbar ist, das spuckt das System (noch) nicht aus.

Übersicht zu Leihrädern in Baden-Baden

Dafür kann man sich aber über den Standort von Leihrädern aus dem Leihradangebot von KVV.nextbike informieren. Die bislang höchste Ausleihe weist der Standort an der Eisenbahnstraße bei den Reisebusstellplätzen aus, so Stadtwerkechef Helmut Oehler. Anbieter des Systems ist der Karlsruher Verkehrsverbund. „Jedes Rad gehört Ihnen“ heißt der Slogan, mit dem für das System geworben wird.

Günstige und individuelle Ergänzung zu Bus, Bahn oder Carsharing.

Das Bikesharing-System preist der KVV als „günstige und individuelle Ergänzung zu Bus, Bahn oder Carsharing“. Wer es nutzen will, muss sich allerdings zunächst anmelden, sprich die nextbike-App downloaden und sich einmalig und kostenlos über die Nummer 0 30 69 20 50 46 anmelden oder unter kvv-nextbike.de registrieren. Dann kann in allen nextbike-Städten weltweit geradelt werden, allerdings nicht kostenlos, sondern nach den entsprechenden Tarifen. In der Region sind neben Baden-Baden etwa Karlsruhe, Ettlingen, Rastatt oder Ettlingen am Leihradsystem beteiligt. Das Mindestalter liegt bei 16 Jahren. Es fällt eine Grundgebühr an, die bei einem KVV-Abo reduziert wird, außerdem ist der Preis von der Nutzungsdauer abhängig. In der nextbike-App findet der Nutzer Räder und Stationen in seiner Nähe. Wenn er mit der App den QR-Code am Rad einscannt, öffnet sich das Rahmenschloss automatisch – und es kann losgeradelt werden.

Staus und Baustellen

Aktuelle Infos über Baustellen und Verkehrsbehinderungen in den Städten der Technologieregion Karlsruhe (TRK) sind auf deren Mobilitätsportal ausgewiesen – auch in englischer und französischer Sprache.