Kein schöner Anblick: Ein Pappberg mit Blauer Tonne an einem Zugang zur Baden-Badener Fußgängerzone. Wer Müll zu früh vor der Abfuhr bereitstellt, dem droht ein Bußgeld von 100 Euro. Die Regelung ist seit dem 6. Mai in Kraft.
Kein schöner Anblick: Ein Pappberg mit Blauer Tonne an einem Zugang zur Baden-Badener Fußgängerzone. Wer Müll zu früh vor der Abfuhr bereitstellt, dem droht ein Bußgeld von 100 Euro. Die Regelung ist seit dem 6. Mai in Kraft. | Foto: Kamleitner

Neue Regelung in Kraft

Müllsündern in Baden-Baden droht Bußgeld

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Baden-Baden soll sauberer werden. Monatelang diskutierten die kommunalen Gremien über das neue Konzept. Auf überregionales Medieninteresse stieß dabei vor allem die Entscheidung, Besitzer von Mülltonnen mit einem Bußgeld von 100 Euro zu belegen, wenn sie die Abfallbehältnisse schon vor 16 Uhr am Tag vor der Abfuhr am Straßenrand bereitstellen.

Seit Montag, 6. Mai, ist die Regelung in Kraft – im gesamten Stadtgebiet, also auch in den Stadtteilen. Bis Dienstag wurde allerdings noch kein Bußgeld vom Gemeindlichen Vollzugsdienst verhängt, teilte der städtische Pressesprecher Roland Seiter auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Stadt Baden-Baden mit Nachsicht

Die Stadt werde zunächst noch etwas nachsichtig reagieren, kündigte Seiter an. Allerdings würden Müllsünder, die ihre Tonnen zu früh an den Straßenrand stellen, in „aufklärenden Gesprächen“ über die neue Vorgabe informiert. Das wird in den Appell münden, sich an die im Zusammenhang mit dem Sauberkeitskonzept beschlossene Regelung zu halten.

100 Euro bei Verstoß

Uneinsichtige Zeitgenossen, sprich Wiederholungstäter, müssten dann aber mit der Strafe, dem Bußgeld von 100 Euro, rechnen. Was als Ordnungswidrigkeit geahndet wird, soll einen erzieherischen Wert haben. In der Vergangenheit waren Abfälle und Tonnen etwa im Zentrum schon freitags bereitgestellt worden. Abgeholt werden sie aber dienstags.