Niemand wurde verletzt beim Brand in der Asylbewerber-Sammelunterkunft in Haueneberstein. | Foto: Bernd Kappler

Baden-Baden-Haueneberstein

Nach Brand in Asylbewerberheim: Gericht erlässt Haftbefehl

Anzeige

Ein 31-jähriger Asylbewerber befindet sich nach dem Brand in einem Asylbewerberheim im Baden-Badener Stadtteil Haueneberstein in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden mitteilte, erließ das Amtsgericht einen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung.

Beschuldigter soll Bett im Asylbewerberheim angezündet haben

Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, am Mittwoch in der Unterkunft in seinem Zimmer einen flüssigen Grillanzünder auf seinem Bett ausgegossen sowie in Brand gesteckt zu haben und danach das Gebäude verlassen zu haben, ohne sich um die Mitbewohner zu kümmern.

Die Einlassung des Mannes, vor einem allgemeinen Suizidhintergrund mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen zu sein und dadurch den Brand – nur fahrlässig – verursacht zu haben, sehen die Ermittlungsbehörden auf Grund verschiedener Umstände als widerlegt an, zumal der Beschuldigte im Zuge der Ermittlungen auch sonstige Drohungen ausgesprochen haben soll.

Bei der Verkündung des Haftbefehls randalierte der Beschuldigte im Gericht, beschädigte Mobiliar und versuchte, sich selbst zu verletzen. Polizei und Gerichtswachtmeister überwältigten ihn.

Hoher Sachschaden

Beim Brand wurde keine der 28 Personen, die sich im Gebäude befanden verletzt. Es entstand ein hoher Sachschaden, mutmaßlich in sechsstelliger Höhe.