Wohnen und Gewerbe müssen in Oos auf dem Gelände der Gärtnerei Eberts (unten oberhalb der Sinzheimer Straße) unter einen Hut gebracht werden. Das ist ein Punkt, der im Rathaus auf der Handlungsliste für 2017 steht. | Foto: Bernd Kappler

Baden-Baden

OB legt Agenda für 2017 vor

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Der Wohnungsbau steht auch in diesem Jahr ganz oben auf der Handlungsliste der Stadt. Das betonte Oberbürgermeisterin Margret Mergen vor den Medien, als sie ihre Agenda für die nächsten elf Monate präsentierte. Die Projekte in der Aumattstraße und in der Wörthstraße könnten in nächster Zeit bezogen werden, im Ooswinkel ist der Gestaltungswettbewerb abgeschlossen und als Nächstes komme der Bebauungsplan für den Restzipfel in der Wörthstraße in die Gremien, ebenso die Schaffung des SWR-Medienzentrums und der erste Abschnitt der Erweiterung bei Arvato.

Gewerbegebiete

Am liebsten, so die OB, würde sie bei der Weiterentwicklung von Gewerbeflächen den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Das setzte aber voraus, dass bei der PFC-Belastung von potenziellen Flächen Lösungen gefunden werden. „Wir stehen bei Neubauten vor der einfachen Frage, ob wir den belasteten Boden ausheben dürfen, und müssen wissen, wohin wir ihn bringen sollen.“

Schwarzwaldstraße

Kommt an der Einmündung der Murgstraße in die Schwarzwaldstraße ein Kreisel oder gibt es andere Lösungen? Auch hier hofft die OB in diesem Jahr auf eine Entscheidung. Das Problem: Der Kreisverkehrsplatz wäre quasi eine Brücke über der Oos und damit unverhältnismäßig teuer. Andererseits gebe es an der vorhandenen Brücke Sanierungsbedarf. Mögliche Lösungen seien auf dem Prüfstand, sagte die Oberbürgermeisterin.

Sanierung Oos

Fortgesetzt wird die Sanierung in Oos und auch bei der die Bebauung des Geländes der Gärtnerei Lauerhaß sei man einen Schritt weitergekommen. Auch hier seien die Gremien gefragt. Hoffnung hat die OB, dass das Babo-Hochhaus nach 17 Jahren Leerstand in Gang kommt. Zumindest erwartet sie dies vom türkischen Investor, der durch andere Projekte, zum Beispiel in Bad Herrenalb, „augenscheinlich Interesse an der Region hat.“ Sollte alles fertig sein, wäre es auch an der Zeit, dem Platz vor dem Babo den gewünschten Namen De-Gaulle-Platz zu geben. Mergen: „Schauen wir, ob das alles so kommt.“

Mit dem Gelände der Gärtnerei Eberts, das bekanntlich ebenfalls umgewandelt worden soll, stehe eine weitere städtebauliche Herausforderung an. Erste Gespräche mit dem potenziellen Erwerber seien bereits geführt worden. Mergen: „Jeder will Wohnungsbau machen.“ Nicht ganz einfach auf dem Grundstück, wie die OB meint, denn für das dort in der Nachbarschaft vorhandene Gewerbe dürfe es keine Erschwernisse geben. Und: Das Gebiet weise bereits heute eine Mischung von Wohnen und Gewerbe auf. Es gelte deshalb auch hier, eine vernünftige Lösung zu finden.

Augustaplatz

Im Fokus steht mit dem Sanierungsgebiet Südliche Neustadt auch der Augustaplatz. Die Gedanken des einstigen Gestaltungswettbewerbs und die darauf folgenden Einwände aus der Bürgerschaft würden in die Planungsvorschläge aufgenommen, sagte die OB. Verschiedene Dinge würden im Moment geprüft, darunter auch die Frage, ob eine sehr stark gewünschte Fontaine und ein Platz für Veranstaltungen unter einen Hut gebracht werden können. In anderen Städten gebe es da sehr schöne Beispiele.

Zum Zeithorizont wollte sich die OB nicht festlegen lassen. Der Augustaplatz stünde auf der Agenda, sei aber die Kür. Zuerst komme die Pflicht, und die heiße Leopoldsplatz. Dazu wollte die OB auch gestern nicht näher Stellung beziehen, bevor die Aufarbeitung der offenen Fragen erfolgt sei.

Im Sanierungsgebiet Südliche Neustadt hält die OB die Umgestaltung des Bertholdplatzes für vordringlich. Vor allem um Gästen eine klare Wegweisung zum Kongresshaus und zum Südwestrundfunk zu geben. Der Ooser Leo habe Mut gemacht, auch am Bertholdplatz einen Kreisverkehr anzulegen.

Verkehrsleitsystem

Erste vorbereitende Arbeiten für das neue Verkehrsleitsystem finden noch im Februar statt, teile die OB weiter mit. Und zwar sollen die Schilderbrücken über die B 500 demontiert werden. Unter anderem aus Vorsicht, denn zwischenzeitlich sei festgestellt worden, dass die in die Jahre gekommenen Verankerungen bei starkem Sturm zur Gefahr werden könnten.

Kindergärten

Zwar wird im Moment kräftig in Kindergärten investiert, gleichwohl muss die Zwischenzeit überbrückt werden. Nach entsprechenden Lösungen werde gesucht, so dass alle auch tatsächlich einen Platz finden, sagte die OB.