In kleiner Besetzung: Die Philharmonie Baden-Baden nimmt nach der Corona-Zwangspause mit Kammermusik-Ensembles den Spielbetrieb wieder auf.
In kleiner Besetzung: Die Philharmonie Baden-Baden nimmt nach der Corona-Zwangspause mit Kammermusik-Ensembles den Spielbetrieb wieder auf. | Foto: Bongartz

Abstandsregeln eingehalten

Philharmonie und Theater Baden-Baden kommen mit kleinen Formaten aus Corona-Pause zurück

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Die Philharmonie und das Theater Baden-Baden nehmen nach der rund zehnwöchigen Corona-Zwangspause den Spielbetrieb wieder auf. Auf dem Programm stehen Produktionen mit wenig Besetzung und kleinere Formate,  um die geforderten Hygiene- und Abstand-Regeln einzuhalten.

Die weitgehend kulturfreie Zeit in Baden-Baden geht zu Ende. Nachdem die Landesregierung den Betrieb ab 2. Juni unter strengen Auflagen wie etwa maximal 100 Besucher erlaubt hatte, starten Philharmonie und Theater in der kommenden Woche mit einem Programm, das auf kleinere Formate setzt.

„Wir wollen Appetit machen auf Kultur“, sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen, als sie mit Vertretern von Philharmonie und Theater die Angebote vorstellte. Beide seien vorbereitet und könnten die geforderten Hygiene- und Abstands-Regeln umsetzen.

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Das Philharmonie-Orchester fiebert den Auftritten entgegen

Das Orchester fiebere seit Wochen dem Tag entgegen, an dem es wieder vor Publikum auftreten dürfe, betonte Pavel Baleff, Chefdirigent der Philharmonie. Er habe die Musiker gebeten, sich ein Repertoire für Kammermusik-Konzerte zu überlegen.

„Diese Strategie ist voll aufgegangen“, sagte Baleff und verwies darauf, dass er aus diesen Ideen ein Konzept für mehrere Kammer-Ensembles in wechselnden Besetzungen erarbeitet habe. Das Repertoire reiche vom Barock bis zur Moderne und sei so vielfältig, dass fast alle Orchester-Musiker zum Zuge kämen.

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Einstündige moderierte Konzerte sind geplant

Geplant sind zunächst einstündige moderierte Veranstaltungen, bei denen sich zwei bis drei Ensembles mit zwei bis zu acht Orchester-Mitgliedern auf der Bühne des Weinbrenner-Saals präsentieren. Den Auftakt macht am Freitag, 5. Juni, um 18 Uhr ein Konzert, das die Philharmonie um 20 Uhr wiederholt.

Die Musiker präsentieren dieses Programm zu den gleichen Zeiten auch am Samstag, 6. Juni. Auch an den folgenden Juni-Wochenenden sind freitags und samstags jeweils zwei Konzerte vorgesehen.

Nach Auskunft von Orchester-Manager Arndt Joosten kommt nur ein kleiner Teil der Sitzplätze im Weinbrenner-Saal in den Verkauf, um den Sicherheits-Abstand zu garantieren. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 30. Mai.

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Ein Film ersetzt im Theater die bisher übliche Spielzeit-Matinee

Das Theater startet ebenfalls am ersten Juni-Wochenende. „Wir zoomen uns stufenweise ran“, sagte Intendantin Nicola May. Den Auftakt macht am Freitag und Samstag, 5. und 6. Juni, anstelle der bisher gewohnten Spielzeit-Matinee ein Programm im Theatersaal. Ein kurzer Film soll Anregungen für die kommende Saison liefern. Der Einritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Programm für die Rest-Spielzeit: Das Theater Baden-Baden inszeniert die Komödie „Der Vorname“, deren Aufführungen wegen der Corona-Zwangspause ausgefallen waren. | Foto: Klenk

Auf der Hofbühne gibt es Lesungen und Liederabende

Am Sonntag, 7. Juni, um 15 Uhr gibt es auf der Theaterbühne das erste Familien-Programm mit einer Lesung von Constanze Weinig. Die Hofbühne mit Lesungen oder Liederprogrammen startet am 12. Juni um 20.30 Uhr. Jeweils freitags und samstags zur gleichen Zeit ist ein wechselndes Angebot für 20 bis 30 Besucher vorgesehen. Das Theater informiert jeweils am Montag zuvor auf der Webseite über das Programm. Das gilt auch für das Familien-Programm, das das Haus ab 14. Juni jeden Sonntag um 15 Uhr auf der Hofbühne fortsetzt.

Ab Ende Juni spielt das Theater die Komödie „Der Vorname“. Die Premiere sollte ursprünglich im März sein, alle Aufführungen waren aber wegen der Corona-Zwangspause ausgefallen.