Nicht im Zeitplan: Die Arbeiten am Leo sind etwa vier Wochen im Rückstand. In den kommenden Wochen soll es in Richtung Fieserbrücke zügig weitergehen. Das G20-Treffen könnte nochmals zu einer Verzögerung führen. | Foto: Rudolphi

G20-Treffen in Baden-Baden

Muss Stadt den Leopoldsplatz zuschütten oder abdecken?

Die Baugrube vorübergehend zuschütten oder mit Stahlplatten abdecken? Diese Frage beschäftigte am Freitag eine Arbeitsgruppe von Polizei und Stadt, die festlegt, was mit der Leo-Baustelle während des Gipfels der G20-Finanzminister am 17. und 18. März in Baden-Baden passieren soll.

Platz ist wichtig für Rettungs- und Fluchtwege

„Wir müssen den Leo irgendwie ertüchtigen“, bekräftigte Patrick Bergmann, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Offenburg, bereits im Vorfeld des Treffens. Er machte deutlich, dass der zentrale Platz in der Innenstadt für die Polizei eine wichtige Rolle im Konzept für mögliche Flucht- und Rettungswege spiele. Welche Lösung die Arbeitsgruppe vorschlägt, war am Freitag nicht zu erfahren.

Besprechung im Rathaus steht an

Stadtpressesprecher Roland Seiter betonte, es sei am kommenden Montag im Rathaus nochmals eine Besprechung mit Oberbürgermeisterin Margret Mergen geplant. Im Anschluss daran wolle die Stadt die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informieren.

Die Kosten für das Bauprojekt könnten weiter steigen

Die Sicherung der Baustelle für das Minister-Treffen könnte die bereits von 4,8 auf 6,7 Millionen Euro gestiegenen Kosten weiter in die Höhe treiben, wie Rudolf Schübert, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einräumte. Diese Ausgaben seien im bisherigen Zahlenwerk noch nicht einkalkuliert.

Zweiter Bauabschnitt birgt Kostenrisiko

Ein weiteres Kostenrisiko birgt Schübert zufolge der zweite Bauabschnitt, in dem die die Oberflächengestaltung des Leopoldsplatzes ansteht. Die aktuelle Schätzung der Stadt liegt bei 1,4 Millionen Euro. Schübert betonte, es wisse derzeit noch niemand, ob auch dieser Auftrag am Ende teurer werden könnte.

Die Sanierung ist vier Wochen im Verzug

Die Arbeiten am Leo liegen mittlerweile rund vier Wochen hinter dem veranschlagten Zeitplan, wie Bauleiter Markus Selig beim Ortstermin mit dem Bauausschuss erläuterte. Beim Bau des Infrastrukturkanals in Richtung oberer Sophienstraße fehlten jetzt noch neun Meter.
Selig ist zuversichtlich, einiges an Zeit wieder aufzuholen.

Die Stadt zieht Arbeiten an der Peripherie vor

Es sei geplant, einige Arbeiten (Verlegen von Leerrohren für Leitungsanschlüsse) an der Peripherie des Platzes, die erst nach der Fertigstellung des Infrastrukturkanals erfolgen sollten, vorzuziehen und nun zeitgleich laufen zu lassen. Zudem soll die Baufirma jetzt zügig in Richtung Fieserbrücke aufgraben, um diese Arbeiten bis zum Treffen der G20-Minister und vor Beginn der Tourismus-Saison abzuschließen.