Sperren wurden in den beiden Zufahrten zum Christkindelsmarkt platziert. | Foto: Rudolphi

Weihnachtsmarkt Baden-Baden

Veranstalter reagiert auf Anschläge

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Die Baden-Baden Events GmbH (BBE) hat als Veranstalter auf die zurückliegenden Anschläge reagiert und neben Security-Kräften eine Zufahrtssperre zum Christkindelsmarkt platziert. „Nach den zurückliegenden Anschläge haben wir beschlossen, dass wir auch auf den Christkindelsmarkt nochmal ein besonderes Auge werfen. Der Markt ist glücklicherweise schon durch die Zäune hin zur Kaiserallee und den Kurhaus-Kolonnaden an der Werderstraße fast schon hermetisch abgeriegelt.

Zufahrten bei Fieser-Brücke und Dorint gesperrt

Es bleiben die Zufahrten von der Fieser-Brücke und beim Hotel Dorint. Dort sind große Zufahrtssperren platziert worden, damit man nicht einfach zu den aufgestellten Buden direkt einfahren kann“, erläutert Brigitte Goertz-Meissner, Geschäftsführerin der BBE in Baden-Baden. Die Blöcke könnten nicht so einfach umfahren werden, was zwar Nachteile beim Auf- und Abbau der Buden mit sich bringe.

Sicherheitskonzept ist abgestimmt

„Das Sicherheitskonzept ist mit der Polizei und den Rettungskräften eng abgestimmt worden. Im Brandfall müssen die Rettungskräfte auch schnell auf den Markt kommen können“, berichtet Goertz-Meissner weiter und gibt gleichzeitig Entwarnung: „Prinzipiell gibt es immer eine Gefahrenlage, die ist jedoch nach Angaben der Kripo in Baden-Baden nicht hoch.“
„Wie im gesamten Land gibt es auch für die Weihnachtsmärkte im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg keine konkreten Gefährdungshinweise“, teilte das Polizeipräsidium, zu dem auch der Stadtkreis Baden-Baden zählt, gestern mit.

Keine Hinweise auf Gefährdung

Nach dem Anschlag in Berlin verstärkt die Polizei ihre Präsenz bei den Märkten in der Region und die Verweildauer der Beamten werden ausgedehnt. Zwischen der Polizeiführung des Präsidiums und den politisch Verantwortlichen der Kommunen findet ein zeitnaher Informationsaustauch statt. Die bisher mit den Organisatoren auf lokaler Ebene abgestimmten Sicherheitskonzepte bleiben bestehen, teilt das Polizeipräsidium weiter mit. „Sie werden im Einzelfall bei Bedarf nach Gesprächen zwischen Polizei, Betreibern und Ordnungsämtern durch geeignete bauliche Maßnahmen ergänzt.

Polizisten tragen Maschinenpistolen offen

Auch an den Anblick sichtbar getragener Maschinenpistolen der Polizeistreifen im Umfeld sollten sich die Besucher gewöhnen.“
Polizeipräsident Reinhard Renter zeige großes Verständnis für die Verunsicherung und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und wirbt um das Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Sein Appell laute deshalb: „Lassen Sie sich die Vorfreude auf Weihnachten nicht nehmen. Seien sie jedoch wach- und aufmerksam. Melden Sie Auffälligkeiten sofort und unterstützen sie unsere Arbeit.“ Obwohl zum Jahreswechsel derzeit zwar keine Großveranstaltungen geplant sind, wird die Polizei durch erhöhte Präsenz und mehr Streifentätigkeit für Sicherheit sorgen.