Total überlastet: Der Gemeinde-Vollzugsdienst der Stadt Baden-Baden musste an den Feiertagen den Verkehr am Parkplatz der Geroldsauer Wasserfälle regeln. | Foto: Körner

CDU und SPD stellen Anträge

Ruf nach Verkehrskonzept für die Geroldsauer Wasserfälle wird lauter

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Nach dem Besucheransturm an den vergangenen Feiertagen und Wochenenden auf die Geroldsauer Wasserfälle in Baden-Baden mehren sich die Stimmen, die von der Stadtverwaltung ein Verkehrskonzept für das beliebte Ausflugsziel fordern. Teilweise waren der Parkplatz und die B500 total überlastet.

Die CDU- und die SPD-Fraktion im Gemeinderat Baden-Baden  fordern nach den Verkehrsproblemen rund um die Parkplätze der Geroldsauer Wasserfälle weiter reichende Konzepte. Nachdem der Ansturm in Richtung Geroldsauer Wasserfälle bereits so groß gewesen sei wie das damit verbundene Parkchaos, habe die Stadtverwaltung an einer kurzfristigen Lösung gearbeitet.

„Das erkennen wir an und bedanken uns dafür ausdrücklich. Nach den neu hinzu gewonnenen Erfahrungen möchten wir Sie jedoch darum bitten, dass die Umwidmung des Geroldsauer Sportplatzes zu einem Großparkplatz eine einmalige Notlösung bleibt“, heißt es in einem Schreiben der CDU-Stadträtin Cornelia von Loga an OB Margret Mergen.

Das Auge des Gesetzes wacht: Auch über Pfingsten wird der Gemeindevollzugsdienst die Lage an den Geroldsauer Wasserfällen im Blick haben.
An den Pfingstfeiertagen herrschte unter den Besuchern der Geroldsauer Wasserfälle akute Parkplatz-Not. | Foto: Körner

Mehrere Geroldsauer Bürgerinnen und Bürger hätten unhaltbare Zustände auf dem Bolzplatz beklagt. Menschen hätten ihre Notdurft in den Büschen verrichtet, teils unweit eines Hauseingangs. Die CDU-Fraktion bittet darum, die Zeit bis zur nächsten Rhododendronblüte zu nutzen, um mit ausreichend Vorlaufzeit ein funktionierendes Parkkonzept zu entwickeln, das ohne die Zweckentfremdung des Geroldsauer Bolzplatzes auskomme.

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Die CDU fordert die Einrichtung eines Shuttlebusses

Das Rathaus solle den Ausbau des Waldparkplatzes prüfen, ebenso die Schaffung anderweitiger Parkmöglichkeiten. Ein regelmäßig pendelnder Shuttlebus in Kombination mit einem attraktiven Park & Ride-Angebot wäre aus Sicht der CDU-Fraktion ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Abneigung ging soweit, dass Unbekannte die Zufahrt zum Bolzplatz mit einer Sitzbank verstellt haben.

SPD-Stadträtin Ulrike Mitzel

Die SPD-Fraktion weist darauf hin, dass die erweiterte Beschilderung und der Einsatz des Gemeindevollzugs-Dienstes dazu beigetragen hätten, den Besucheransturm fast reibungslos abzuwickeln.

Die Aktion auf dem Bolzplatz sei jedoch nicht zu aller Zufriedenheit erfolgt. „Die Abneigung ging sogar soweit, dass Unbekannte am Sonntag-Abend die Zufahrt zum Bolzplatz mit einer Sitzbank verstellt haben“, teilt die SPD-Stadträtin Ulrike Mitzel mit.

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Die SPD rechnet mit anhaltendem Besucherandrang

Hinzu komme, dass der Bolzplatz zum Spielen wieder freigegeben sei und das Verständnis der Bürger für eine Parkfläche auf dem Bolzplatz noch geringer werde. Mitzel möchte deshalb von der Verwaltung wissen, wie sie an den nächsten beiden Wochenenden verfahren werde. Auch danach sei mit einem erhöhter Besucheransturm zu rechnen.

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Grundsätzlich stehe der Festplatz als Parkplatz zur Verfügung. Es sei jedoch erforderlich, einen Müllbehälter dauerhaft aufzustellen und regelmäßig zu leeren. Die Öffnung der Toiletten in der Grobbachhalle als öffentliche Toilette wäre ebenfalls zu prüfen, schreibt Mitzel weiter.