Der Bertholdplatz in Baden-Baden wird ab Januar zur Großbaustelle. Mit dem Umbau in einen Kreisverkehrsplatz gibt die Stadt das Startsignal für die Sanierungsmaßnahme „Südliche Neustadt“. Die Ampeln fallen künftig weg, es gibt mehr Raum für Fußgänger, Bäume und Parkplätze. | Foto: Bernd Kappler

In Baden-Baden

Sanierung der Südlichen Neustadt

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Einige private Vorhaben im Sanierungsgebiet „Südliche Neustadt“ sind bereits in der Umsetzung, jetzt will die Stadt die erste Maßnahme im öffentlichen Raum angehen: der Umbau des Bertholdplatzes in einen Kreisverkehr. Ziel der Sanierung ist eine städtebauliche Aufwertung und die Schaffung eines einladenden, offenen Eingangstors zur Innenstadt.

Sanierung startet 2019

Dazu soll der Bereich um den Brunnen und den Kiosk ebenfalls saniert werden. Der Kiosk selbst bleibt vorerst erhalten und soll nach Abschluss der Baumaßnahme in neuem Ambiente wiederbelebt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter.
Mit dem Wegfall der Ampel und den bisherigen zum Teil langen Wartezeiten verspricht sich die Stadt zudem eine Verminderung von Lärm und Abgasen.

Kreisel mit 26 Meter Durchmesser

Der Kreisverkehr erhält laut Planung einen Durchmesser von 26 Meter mit einem überfahrbaren Innenring und eine nicht überfahrbare Mittelinsel. Damit sei er auch für größere Fahrzeuge problemlos passierbar. Die Leistungsfähigkeit des Kreisels sei durch ein Verkehrsgutachten nachgewiesen worden. Der wegfallende Straßenraum soll den Fußgängerwegen zugeschlagen werden. Außerdem gibt es Raum für weitere Bäume und für den Lieferverkehr. Ferner sind Parkplätze geplant.
Einbezogen in diese erste öffentliche Sanierungsmaßnahme, deren Kosten auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt werden, sind auch teilweise die in den Bertholdplatz mündenden Straßen. So die bestehende Allee von der Schillerbrücke in Richtung Bertholdplatz. Sie soll durch eine Baumreihe in der Bertholdstraße fortgesetzt werden. Platzverhältnisse sowie im Boden liegende Leitungen würden eine beidseitige Bepflanzung nicht möglich machen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Neue Bäume und Freiräume

Dafür gibt es Veränderungen in der Lichtentaler Straße in Richtung Süden. Die Vorlage: „Die heute unregelmäßige Baumreihe entlang der Hahnhofstraße, gegenüber der russischen Kirche wird in Gänze, inklusive Baumquartiere, erneuert und vereinheitlicht.“ Die Gestaltung der Oberflächen orientiere sich mit dem typischen 30-er Pflaster am Bestand und greife in der Lichtentaler Straße die charakteristischen Porphyrdreizeiler im Gehwegbereich als Verbindungselement zur Innenstadt auf. Die Fahrbahnen, so die Planung, werden asphaltiert, lediglich im Parkplatzbereich Hahnhofstraße/Friedhofstraße werde ein Bereich gepflastert.

Baubeginn im Januar

Baubeginn soll im Januar des kommenden Jahres sein. Wegen erforderlicher Kanalarbeiten muss der erste Abschnitt zwischen Bertholdplatz und Einmündung Weinbergstraße unter Vollsperrung durchgeführt werden. Danach geht es abschnittsweise weiter.