Die Sperrungen sind aufgehoben: Alle Baden-Badener Spielplätze in der Stadt und im Wald sind wieder geöffnet. Das Rathaus appelliert an die Eltern, auch dort die Abstandsregeln einzuhalten.
Die Sperrungen sind aufgehoben: Alle Baden-Badener Spielplätze in der Stadt und im Wald sind wieder geöffnet. Das Rathaus appelliert an die Eltern, auch dort die Abstandsregeln einzuhalten. | Foto: Rudolphi

Keine Obergrenze festgelegt

Spielplätze in Baden-Baden sind wieder offen – Zutritt nur mit Erwachsenem

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Die Stadt Baden-Baden reagiert auf die vom Land erlaubten Lockerungen der bisherigen Corona-Einschränkungen. Unter anderem sind die rund 60 Spielplätze wieder geöffnet. Das Rathaus legt dort keine Obergrenze an Besuchern fest, sondern setzt darauf, dass die Eltern auf die weiter geltenden Abstandsregeln achten.

Die durchschnittliche Zahl der Infizierten im Stadtkreis Baden-Baden liegt aktuell bei 9,1 Menschen, bezogen auf 100.000 Einwohner. „Wir liegen also weit unter der kritischen Grenze von 50 Infektionen pro Woche“, betonte Oberbürgermeisterin Margret Mergen in einem Pressegespräch zur Corona-Lage. Sie hofft, dass es angesichts dieser seit einiger Zeit anhaltenden Entwicklungen zu weiteren Lockerungen kommen werde.

Kinder dürfen nur mit Erwachsenen auf die Spielplätze

In einem ersten Schritt hat die Stadt die bislang gesperrten Spielplätze wieder geöffnet – 55 Anlagen des Fachgebiets Park und Garten sowie vier des Fachgebiets Forst und Natur. Nach Auskunft von Bürgermeister Alexander Uhlig dürfen Kinder in Begleitung von Erwachsenen die Plätze betreten. Das Rathaus habe jedoch darauf verzichtet, eine Obergrenze von einem Kind pro Quadratmeter festzulegen.

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Uhlig nannte als Beispiel den Dschungel-Spielplatz in der Lichtentaler Allee. Bei 2.000 Quadratmetern seien dort theoretisch 200 Kinder und 100 Erwachsene erlaubt. „Das ist ohnhin nicht machbar. Da sind wir ja gleich bei einer Groß-Veranstaltung“, erläuterte der Bürgermeister.

Die Verwaltung setze vielmehr darauf, dass die Eltern so diszipliniert und verantwortungsbewusst seien, um auch auf den Spielplätzen die Abstandsregeln einzuhalten.

Die teilweise Öffnung der Schulen läuft reibungslos

Die teilweise Wiederöffnung der Schulen zu Beginn der Woche ist nach Angaben von Bürgermeister Roland Kaiser reibungslos erfolgt. „Von den Schulleitungen hat es keine Rückmeldung zu Problemen gegeben. Da sind wir sehr froh“, sagte der Bildungs- und Sozialdezernent.

Die Schüler hätten sich sehr verantwortungsvoll verhalten. Die Pausen seien klar geregelt. Um zu große Ansammlungen zu vermeiden, verbrächten einige Gruppen diese Zeit im Klassenzimmer, andere auf dem Schulhof.

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Kaiser kündigte an, dass die Clara-Schumann-Musikschule am kommenden Montag in den Regel-Unterricht zurückkehren werde – jedoch nur im Zentralgebäude in der Stephanienstraße und nicht in den Außenstellen.

Die Notbetreuung hat noch freie Kapazitäten

Die Zahl der Kinder in der Notbetreuung an Kitas und Schulen nimmt weiter zu. Kaiser zufolge meldeten die Kitas am Dienstag 225 Anmeldung, 180 Kinder haben dieses Angebot tatsächlich genutzt. Auch an den Schulen gebe es eine Dynamik. Von den 80 angemeldeten Kindern seien 69 tatsächlich anwesend gewesen.
Der Sozial- und Bildungsdezernent versicherte, dass es in der Notbetreuung an Kitas und Schulen nach wie vor freie Kapazitäten gebe. Kaiser geht davon aus, dass die Kindergärten stufenweise in den Normalbetrieb zurückkehren werden. Er sei auf die Ergebnisse der Minister-Konferenz gespannt.

Abfallentsorgung erfolgt wieder turnusgemäß

Die Leerung der Biotonnen erfolgt ab Montag, 11. Mai, wieder im normalen Turnus des Sommermodus. Uhlig zufolge haben die Deponie Tiefloch und die Grünschnitt-Anlage in Oos seit Anfang der Woche wieder regulär geöffnet. Die gesamte Abfall-Entsorgung laufe wieder in geordneten Bahnen. Im Unterschied zu anderen Kommunen sei es in Baden-Baden in den den zurückliegenden Wochen zu keinen Problemen gekommen.

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Die Bürger halten die Maskenpflicht zum allergrößten Teil ein. Der Gemeinde-Vollzugsdienst hat nach Auskunft von Maximilian Lipp, dem Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, an den Bushaltestellen nur wenige Menschen ermahnen müssen. Die Mitarbeiter setzten die stichprobenartigen Kontrollen fort.