Neubau: Das Tretbecken für die neu gestaltete Kneipp-Anlage in der Nähe der Baden-Badener Merkurbergbahn-Talstation ist bereits betoniert. Es soll noch einen Belag aus Natursteinen erhalten. | Foto: Rudolphi

Kneipp-Anlage in Baden-Baden

Das neue Tretbecken steht bereits

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Wie die neue Kneipp-Anlage in Baden-Baden am Fuße des Merkur künftig aussehen wird, lässt sich bereits erkennen: Das Wasserbecken in der Senke des Falkenbachs unweit der Talstation für die Bergbahn ist bereits betoniert. „Das wird jedoch nicht so bleiben“, verrät Thomas Hauck, Leiter des städtischen Fachgebiets Forst und Natur, auf BNN-Nachfrage. Das Becken werde in den kommenden Wochen einen Belag aus Natursteinen erhalten. Diese Arbeiten seien jetzt in der kalten Jahreszeit nicht möglich.

Die Arbeiten laufen seit September

Seit September läuft das Vorhaben, um die Kneipp-Anlage unterhalb der Häslich-Hütte neu zu gestalten. Wie bereits berichtet, war der Zustand nicht gerade einladend. Das Tretbecken war undicht, das Wasser tröpfelte nur mäßig aus dem Rohr und immer wieder verunreinigten Blätter und Schmutz das Wasser der Anlage. Vor allem Schlamm und Schlemmsand setzten sich dort ab.

Die Wasserleitung weist Lecks auf

Ein weiteres Problem: Die mehrere hundert Meter lange Wasserleitung, die das Becken aus einer früheren Brunnenstube speist, wies mehrere Lecks auf, so dass vor allem im Sommer wenig Wasser in der Kneipp-Anlage ankam.

Neuer Ausfluss: Das Wasser aus dem großen Becken fließt in den Falkenbach. | Foto: Rudolphi

Die Stadt behält den bisherigen Standort bei

Das alles waren für den städtischen Forst Gründe, sich Gedanken über eine Sanierung zu machen. Zunächst spielte auch die Überlegung eine Rolle, das Kneipp-Becken an einem anderen Standort zu errichten, der im Falle von Reparaturen für Fahrzeuge besser zu erreichen ist.

Ein Sponsor trägt den Großteil der Kosten

Die Stadt beschloss jedoch, die Einrichtung am Merkur zu belassen. „Die Lage dort ist einfach wunderschön. Zudem liegt das Tretbecken in unserem wichtigsten Erholungsgebiet“, begründet Hauck diese Entscheidung. Die fiel umso leichter, da sich ein privater Sponsor bereit erklärte, den Großteil der rund 65 000 Euro, die für die Erneuerung fällig sind, zu übernehmen.

Das Wasser für das Becken stammt aus einer Brunnenstube

Bevor es an den Abriss und Neubau des Beckens ging, war es erforderlich. die defekte Wasserleitung zu sanieren. „Wir beziehen das Wasser aus einer für die Trinkwasserversorgung nicht mehr benötigten Brunnenstube, weil das sauberer als der Falkenbach ist“, erklärt Hauck. Der Bach führe häufig Blätter und Schwebstoffe mit sich. Bis das Becken fertiggestellt ist, fließt das Wasser vorübergehen direkt in den Falkenbach.

Neue Gestaltung: Stützmauern aus Naturstein sichern die Kneipp-Anlage. | Foto: Rudolphi

Eine eigens angelegte Baustraße führt durch den Wald

Um mit einem Bagger zur Baustelle mitten im Wald zu gelangen und mit Lastwagen das benötigte Material anzufahren, war es notwendig, eine rund 200 Meter lange Baustraße anzulegen. „Wir werden diesen Abschnitt nach Abschluss der Arbeiten wieder begrünen, den Weg für mögliche spätere Arbeiten jedoch erhalten“, berichtet Thomas Hauck.

Die neue Anlage geht im Frühjahr in Betrieb

Nach Auskunft des Fachgebietsleiters liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Die aktuellen jahreszeitlich und wetterbedingten Verzögerungen seien von Anfang an einkalkuliert gewesen. In den nächsten Monaten erhält die in das Tal eingebettete Anlage noch Stützmauern aus Naturstein und einen großen Felsbrocken aus Sandstein mit einer Kuhle, um darin die Arme zu kühlen. Hauck rechnet damit, dass die Kneipp-Anlage rechtzeitig zum Start der Saison im Frühjahr in Betrieb gehen kann. „Das Ganze entwickelt sich gut und wird sehr schön“, ist er überzeugt.

Mehr zum Thema Kneippen gibt es unter www.kneippverband.de.