Gut versorgt fühlte sich Finanzminister Schäuble. Von rechts: Andreas Hack, Harald Wohlfahrt, Martin Herrmann und Bernd Werner. | Foto: Bundesministerium der Finanzen/Thomas Koehler

G 20 und der Gaumen

Sterneköche tischen auf

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Von Sterneköchen verwöhnt mit regionaler Küche: Nach dem Kulturgenuss im Baden-Badener Festspielhaus servierten den rund 130 Gästen Spitzenköche aus der Region ein dreigängiges Sterne-Menü mit Amuse Bouche: Harald Wohlfahrt von der Traube in Tonbach, Martin Herrmann vom Hotel Dollenberg, Bernd Werner vom Schloss Eberstein, sowie Andreas Hack, Chefkoch der Festspielhaus-Gastronomie.

Für Sterneköche eine Ehre

„Für uns war das alle eine große Ehre“, schwärmte Bernd Werner am Tag danach im Gespräch mit dieser Zeitung. Und: „Wir konnten eine großartige Visitenkarte für die Region abgeben.“
Von Bernd Werner stammte das Amuse Bouche: Murgtal Saibling mit Basilikumschaum und Knusperchips im Glas sowie die Vorspeise: Feines von der heimischen Wachtel, Gänseleber, Feigengel und Brioche. Den Hauptgang kreierte Harald Wohlfahrt: Kalbsmedaillon und geschmortes Kalbsbäckchen im Kräutermantel mit Parmesan-Chip, Hummus und Spitzmorcheln an Schalottenjus und Martin Herrmann zauberte als Nachtisch Schwarzwälder Kirschdessert im Glas mit Schokolade, marinierten Kirschen und Kirscheis. Die Weine kamen aus Durbach und Gernsbach.

Insgesamt 18 Köche und 25-Servicekräfte umfasste die gemeinsam zusammengestellte Brigade. Bernd Werner war die gesamte Logistik anvertraut. Der Gernsbacher Koch hat bekanntlich große Erfahrung mit Großveranstaltungen mit einer Küche auf Sterne-Niveau, so zum Beispiel bei der Bambi-Verleihung.

„Eine Herausforderung“

Die Herausforderung (Werner: „Ganz ehrlich, wir waren alle ein wenig nervös.“) ist dank modernster Technik und viel Erfahrung des Küchenteams gemeistert worden. Mit ein Problem: die Sicherheitsvorschriften. Bernd Werner: „Da darf man nichts vergessen haben, man kommt durch die Schleuse ja nicht so schnell durch.“ Hinzu kam, dass sich der Beginn des Dinners um 35 Minuten verzögerte, weil der Zeitplan ein wenig durcheinandergeraten war. Und: Es musste alles schnell gehen – gerade wegen des exakt getakteten Plans.

Lob an die Küche

Mit großer Sicherheit und einem gesunden Respekt vor der Aufgabe, sei die Herausforderung von allen gelöst worden, stellt der Sterne-Koch aus Gernsbach fest. Für ihn mit das Schönste: Im gesamten Team habe ein freundschaftliches Miteinander geherrscht. Jedes Rädchen habe in das andere gegriffen.
Am Schluss stand dann der Höhepunkt: ein persönliches Dankeswort von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Werner: „Ich glaube, es hat ihm gefallen.“

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