Zwischenkontrolle: Bühnenmeister Sebastian Gerstner (links) und der Technische Leiter Walter Fäßler prüfen den Einbau des neuen Bühnenbodens im Theater.
Zwischenkontrolle: Bühnenmeister Sebastian Gerstner (links) und der Technische Leiter Walter Fäßler prüfen den Einbau des neuen Bühnenbodens im Theater. | Foto: Rudolphi

Arbeiten in der Sommerpause

Theater Baden-Baden erhält einen neuen Bühnenboden

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Das Theater Baden-Baden erhält derzeit einen neuen Bühnenboden. Seit Ende Juli laufen die Arbeiten, um das Material auf rund 270 Quadratmetern auszutauschen. Die Erneuerung betrifft die gesamte Fläche inklusive des äußeren und inneren Rings der Drehbühne.

„Der bisherige Boden stammte aus dem Jahr 2010 und war stark verschlissen“, erläutert Siegfried Schmich, Leiter des städtischen Fachgebiets Gebäudemanagement, bei einem Pressetermin am Montag. Die Verletzungsgefahr für Schauspieler und Tänzer, die häufig barfuß auf der Bühne agierten, sei zu groß gewesen, ergänzt Walter Fäßler, Technischer Leiter des Theaters. Zudem sei die Holzschicht inzwischen nicht mehr stark genug, um sie weiter wie bisher einmal pro Jahr abschleifen zu können.

Stadt investiert 110.000 Euro

Schmich zufolge investiert die Stadt rund 110.000 Euro, um den Bühnenboden mit einem neuen Belag aus dem Holz der Oregon-Pinie auszustatten. „Dieses Material ist besonders splitterfrei“, bekräftigt Fäßler. Es sei deshalb für einen Bühnenboden sehr gut geeignet. Der neue Belag ist nach Auskunft von Bühnenmeister Sebastian Gerstner 4,5 Zentimeter stark. Er besteht jedoch nicht wie der frühere Boden durchgängig aus Pinienholz, sondern ist in vier Schichten verleimt, wobei nur der Boden und die Decke aus dem hochwertigen Material bestehen. Die Lagen dazwischen sind aus Sperrholz gefertigt.

Das Ganze ist wie ein großes Puzzle.

„Der Einbau ist sehr aufwändig“, sagt Fäßler mit Blick auf die beiden Drehringe, für die das beauftragte Unternehmen das Holz jeweils passgenau zuschneiden muss. Auch die Arbeiten am Orchestergraben seien nicht ganz einfach. „Das Ganze ist wie ein großes Puzzle und komplizierter als eine großflächige Verlegung“, erläutert der Technische Leiter.

Gerstner zufolge liegen die Arbeiten im Zeitplan, obwohl die Demontage des alten Bodens aufgrund einer Vielzahl von Schrauben schwieriger gewesen sei als ursprünglich geplant.

Eingehüllt: Plastikfolien schützen die Stuhlreihen im Zuschauerraum während der Arbeiten vor Staub und Schmutz.
Eingehüllt: Plastikfolien schützen die Stuhlreihen im Zuschauerraum während der Arbeiten vor Staub und Schmutz. | Foto: Rudolphi

Um die Stuhlreihen im Zuschauerraum bei den Schleifarbeiten vor Staub zu schützen, sind sie mit Plastikfolien abgedeckt. Zudem trennt der Brandschutzvorhang aus Metall die Bühne ab. Wenn der Boden komplett verlegt sein wird, müssen die Handwerker ihn noch mit einem speziellen Öl behandeln, damit er wie der komplette Bühnenraum einen schwarzen Farbton erhält.

Abschluss zur neuen Spielzeit

„Das ist erforderlich, damit der Boden beim Einsatz von Lampen das Licht nicht reflektiert“, berichtet Fäßler. Schmich zufolge ist es nur in den Theaterferien möglich, den Boden zu erneuern. Er ist zuversichtlich, dass die Arbeiten bis zum Beginn der neuen Spielzeit im September abgeschlossen sein werden.