Treffpunkt für die Bühnen im Land könnte das Theater Baden-Baden im Mai oder Juni 2019 werden. | Foto: Deck/dpa

Nach Absage aus Konstanz

Theatertage 2019 in Baden-Baden?

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„Eigentlich wären wir noch nicht wieder an der Reihe“, sagt Intendantin Nicola May. Trotzdem könnte es sein, dass die Baden-Württembergischen Theatertage im nächsten Jahr wieder in Baden-Baden stattfinden – wie bereits 2005, als das sommerliche Festival für einen arbeits- und erlebnisintensiven Abschluss von Mays erster Spielzeit am Theater Baden-Baden sorgte.

Konstanz gab Ausrichtung ab

Geplant war das Festival für 2019 in Konstanz. Doch das dortige Theater hatte, nach wochenlangem Hin und Her, im Februar endgültig abgesagt. Der Grund: Das Stadttheater am Bodensee will vor Ende der Amtszeit von Intendant Christoph Nix ein weiteres Großprojekt stemmen, nämlich ein Theaterschiff. Dies sei aber nur bei einer Verlängerung von Nix’ Vertrag zu leisten, hieß es. Nachdem der Gemeinderat zunächst die Verlängerung um ein Jahr und dann auch die Kompromisslösung mit einer Halbjahresverlängerung abgelehnt hatte, gab das Theater die Durchführung des Festivals wieder ab.

Festival dauert zehn Tage

Gegründet wurden die Theatertage 1968, seit 1977 finden sie alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt. Das Festival dauert jeweils zehn Tage und bietet Gastspiele aller staatlichen und städtischen Bühnen im Land. 2005 gab es in Baden-Baden insgesamt 36 Aufführungen, inklusive Rahmenprogramm wurden 5 500 Besucher verzeichnet. Die bislang letzte Ausgabe wurde 2017 in Ulm durchgeführt. 2019 soll es im Mai oder Juni stattfinden.

Entscheidung am 19. März

Initiiert wird das Festival vom Landesverband des Deutschen Bühnenvereins, der das Festival nun gern nach Baden-Baden vergeben würde – sofern die Kurstadt dies will. Eine Entscheidung hierüber wird für den 19. März erwartet, wenn der Hauptausschuss im Gemeinderat über diese Frage abstimmt. Finanziell geht es um 90.000 Euro, die seitens der Stadt zusätzlich in den Doppelhaushalt 2018/19 eingestellt werden müssten. Ein Großteil des Gesamtetats von 336.000 Euro wird beigesteuert vom Kunstministerium des Landes (168.000 Euro) und vom Landesverband des Bühnenvereins (78.000 Euro).