Wandern auf dem neuen Panoramaweg in Baden-Baden: Schilder zeigen wo es lang geht
Wandern auf dem neuen Panoramaweg in Baden-Baden: Schilder zeigen wo es lang geht

Panoramaweg bei Baden-Baden

Wandern in der Oberklasse

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Noch etwas spektakulärer und fast drei Kilometer länger: Das ist der neue Panoramaweg, der sich nunmehr auf knapp über 45 Kilometer rund um Baden-Baden schlängelt. Wer Baden-Badens exponierten Wander-Boulevard – so wird er im neuen Flyer beworben – erleben möchte, kann das bereits tun. Die neuen Wegweiser sind angebracht. Die große Bewährungsprobe steht dem Weg in Kürze bevor: die neue Zertifizierung. Läuft alles nach Plan, könnte es für den „schönsten Wanderweg des Jahres 2004“ bei der Neubewertung noch mehr Punkte als damals geben.

Ob es so kommen wird, das hängt vom Urteil Michael Jarmuschewski ab. Der Experte vom Deutschen Wanderinstitut wird den Panoramaweg höchstpersönlich unter die Lupe nehmen. Nicht nur in Abschnitten, sondern komplett. „Ich werde ihn ablaufen“, bestätigt Jarmuschewski sein Vorhaben, das er wohl nach Ostern in Angriff nehmen wird. Neu ist ihm der Weg übrigens nicht. Er kennt ihn bereits von früheren Touren. Minimum zwei Tage hat er für den Panoramaweg eingeplant. Vermutlich werden es eher drei werden. Eine Rückmeldung werden die Verantwortlichen in Baden-Baden recht rasch bekommen. Wenn alles in Ordnung ist, dürfte es mit der neuen Zertifizierung kein Problem geben. „Die Auswertung mit der genauen Punktzahl wird es aber nicht direkt danach geben“, erläutert der Wanderexperte. Wege wie der in Baden-Baden zählen zur „1. Liga der Wanderwege“ – das bedeutet Wandern auf sehr hohem Niveau mit herrlichen Aussichten auf die Stadt und den Nordschwarzwald.
„Das ist die Oberklasse“, bestätigte Jarmuschewski. Beim Baden-Badener Forstamt ist man auf sein Urteil sehr gespannt. Er sei schon etwas überrascht gewesen, dass der Weg durch die Neukonzeption länger geworden sei, berichtet Johannes Ebert, der für Naturschutz und Erholung zuständig ist. Dafür seien aber Schwachstellen im Verlauf beseitigt worden. Jetzt führt er auch an den Battert-Felsen vorbei, streift etwa den Rosenneuheitengarten Beutig und berücksichtigt Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt. Die Ausgangs- und Endpunkte der vier vorgeschlagenen Etappen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Beschilderung optimiert

Die Reduzierung von zuletzt fünf auf nun vier Etappen findet Ebert „harmonisch, da die zwei ganz kurzen Etappen wegfielen. Für den Forstmann gibt es auf allen Etappen „viele Höhepunkte“. Den Blick vom Battert findet er sogar „gigantisch“. Seine Hoffnung: „Wir müssten mehr Punkte kriegen!“ Auch die Beschilderung des Panoramawegs wurde optimiert. Die Tafeln weisen jetzt sogar in beide Richtungen den Weg. „Der Wanderer hat immer eine klare Orientierung“, findet Ebert. Da steht einer Tour im Baden-Badener Wanderparadies eigentlich nichts mehr im Wege. Wie wusste doch schon Goethe: Man muss nicht in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah.