Spezialisten des Landeskriminalamtes haben am Samstag nach dem Fund von zwei Granaten in der Innenstadt von Baden-Baden die Spurensuche aufgenommen. | Foto: Christiane Krause-Dimmock

Fall in Baden-Baden

Waren Granaten „Einbruchswerkzeuge“?

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Kaum zu glauben: Der Fund der beiden Handgranaten am Samstag mitten in der Baden-Badener Innenstadt ist möglicherweise auf einen Einbruchsversuch bereits in der Nacht zurückzuführen. Davon geht jedenfalls die Polizei nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen aus. Ein politisch motivierter Hintergrund oder ein anderes Verbrechen könne ausgeschlossen werden.

Ob sich die Täter mit den Granaten den Weg für einen so genannten Blitzeinbruch freisprengen wollten, ist im Moment noch Spekulation, aber nicht auszuschließen.

Granaten zufällig entdeckt

Die beiden Granaten waren am Samstag gegen 11.45 Uhr knapp zwei Stunden nach Ladenöffnung von einem Beschäftigten der auf wertvolle Schreibgeräte einer Premiummarke spezialisierte Boutique in der Lichtentaler Straße gefunden und nach der Spurensicherung durch Spezialisten des Landeskriminalamtes außerhalb der Stadt kontrolliert gesprengt worden.
Um was für eine Art von Munition es sich gehandelt hat und aus welchen Beständen sie möglicherweise stammen könnte, wollten die Ermittlungsbehörden am Montag noch nicht sagen. Das Gutachten der Sprengstoffsachverständigen liege noch nicht vor, hieß es.

Woher stammt die Munition?

Auch zum Gefahrenpotenzial der Granaten, die unbemerkt mehrere Stunden in der stark frequentierten Einkaufsstraße gelegen haben müssen, wollte sich die Polizei noch nicht äußern. Vermutlich war der Einbruchsversuch bereits in der Nacht unternommen worden. Die Baden-Badener Innenstadt musste wegen des Fundes fast drei Stunden lang abgesperrt werden. Gegen 15 Uhr konnte der Bereich der Einkaufsstraße wieder frei gegeben werden.
Mehrere Geschäfte in Sichtweite der Einsatzstelle hatten schließen müssen, weil Passanten nicht mehr passieren konnten.

Hinweise
Nach wie vor bitten Polizei und Staatsanwaltschaft um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls.
Die konkreten Fragen der Ermittlungsbehörden: Wer hat im Bereich des Geschäfts in der Lichtentaler Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?
Zeugen werden weiterhin gebeten, sich mit Hinweisen unter der Nummer (07 81) 21-28 20 an die Ermittler der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Offenburg zu wenden.