Wunderschöne Panoramaausblicke bietet der neue Weinwanderweg in Baden-Baden.
Wunderschöne Panoramaausblicke bietet der neue Weinwanderweg in Baden-Baden. | Foto: Bernd Kamleitner

In Baden-Baden

Weinwanderweg mit wunderbaren Ausblicken

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Winzer Heinz Knapp vom gleichnamigen Weingut in den Eckhöfen, einem alten Weiler aus mehreren Bauernhäusern, erntete Lob am laufenden Band: Der von ihm angestoßene Weinwanderweg, da waren sich die Redner sicher, wird noch viele Anhänger finden. Am Freitagnachmittag wurde der rund vier Kilometer lange Rundweg, der an den drei Rebflächen Eckberg, Schafberg und Silberbuckel vorbeiführt und dabei immer wieder neue Panoramablicke auf den Nordschwarzwald sowie Oberbeuern, Geroldsau und Lichtental bietet, offiziell eröffnet. „Das Produkt ist wunderbar und ergänzt andere Wege mit dem Schwerpunkt Wein“, formulierte etwa Thomas Hauck vom Fachgebiet Forst und Natur der Stadtverwaltung.

Musterbeispiel für öffentliche und private Zusammenarbeit

Bürgermeister Roland Kaiser pflichtete ihm ebenso bei und würdigte das finanzielle Engagement von Knapp wie Antje Wurz vom Verein Regionalentwicklung, über den EU-Gelder in Höhe von knapp 20 000 Euro in das Projekt flossen:  „Der Weg ist ein Musterbeispiel dafür, wie öffentliche und private Partner zusammenarbeiten können.“ Das sei auch ein Beitrag dazu, den Tourismus aufzuwerten und die Kulturlandschaft zu erhalten. Der Weinanbau habe hier nur dann eine Überlebenschance, wenn der Winzer auch vom Tourismus profitieren könne und die Gäste den Wein vor Ort genießen und auch kaufen.

Die Idee zum Weinwanderweg kam Knapp, der ursprünglich aus Achern stammt und jahrelang ein Weingut in der Provence betrieb, vor etwa vier Jahren beim Pflanzen neuer Reben auf den von der Stadt gepachteten Rebflächen am Eckberg an der Marienkapelle. Der Winzer, ein gelernter Architekt, schwärmt nach wie vor von der Landschaftsarchitektur und den wunderschönen Ausblicken. Auch Markus Brunsing vom Fachgebiet Park und Garten sowie Forstchef Hauck habe er für die Realisierung seiner Idee gewinnen können. „Es macht Spaß, heute hier zu stehen“, betonte Knapp mit Blick auf das vollendete Werk.

Reben am Eck- und Schafberg gehörten einst zum Kloster Lichtental

Die Reben am Eck- und Schafberg gehörten einst zum Kloster Lichtental, in städtischen Besitz wechselten sie schließlich Ende des Ersten Weltkriegs. Ralf Taller von der Firma Kolibri aus Rastatt hat die erforderlichen Schilder und vier Infotafeln aus heimischem Lärchenholz geschaffen. Knapp bestätigte ihm „exzellente handwerkliche Arbeit.“ Mit jeweils acht so genannten Drehplatten wird an den Infotafeln Wissenswertes über Flora und Fauna erläutert.

Winzer bewirtschaftet etwa sechs Hektar Fläche

Natürlich gibt es auch Informationen zu den einzelnen Rebsorten, die in den Weinbergen wachsen: Riesling, Weisburgunder, Merlot, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Grüner Veltliner und Pinot Noir. Knapp bewirtschaftet etwa sechs Hektar.