Das Kongresszentrum in Baden-Baden am Augustaplatz eignet sich wegen der nahe gelegenen Tiefgaragen und der zentralen Lage hervorragend für große Kongresse.

G20-Berichte aus Baden-Baden

Werbung geht um die Welt

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„Das Kongresswesen ist sicher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Bäder- und Kurstadt. Nicht nur bei den großen Veranstaltungen sind der Handel und die kulturellen Angebote stark gefragt. Das Kongressgeschäft ist unabdingbar für Baden-Baden. Mit Blick auf den bevorstehenden G-20-Gipfel ist damit natürlich auch eine starke Werbe-Botschaft verbunden“, findet Tourismus-Chefin Nora Waggershauser klare Worte.

Mehr als 450 Berichterstatter

Beim bevorstehenden G-20-Gipfel spielt das nahezu fertig restaurierte Kongresshaus eine wichtige Rolle als Medienzentrum für die rund 450 offiziell akkreditieren Berichterstatter aus aller Welt. An den rund 200 speziell eingerichteten Arbeitsplätzen werden die Laptops am Rande des Spitzentreffens am 17. und 18. März kräftig zum Glühen kommen. Das Kongresshaus wurde seit seiner Erbauung in den Jahren von 1966 bis 1968 immer wieder umgestaltet. Aber zunächst entschieden sich die Stadtoberen für den Neubau und somit 1964 für den Teilabriss des einst wichtigsten Hotels am Augustaplatz.

Einst prächtiges Kurhotel

Heute erinnert an das einst prächtige Kurhotel Stephanie les Bains neben einem Eckgebäude beim Kongresshaus nur noch der große Seitentrakt des Medienzentrums von Karlheinz Kögel. Das Hotel diente ab 1945 den französischen Militärs als Verwaltungsgebäude und wurde den Eigentümern offenbar in einem schlechten Zustand zurückgegeben. Das neue Kongresshaus wurde zunächst als dreigeschossiger Flachbau mit einem rechteckigen Grundriss mit geschosshoher Verglasung realisiert. Und es gab die für die 60er Jahre typischen umlaufenden Balkone. Darunter gab es eine Tiefgarage bis in Richtung der angrenzenden Oos.

Ein Skelett aus Stahl

Die Stahlskelettkonstruktion ist immer noch der Kern des heutigen Kongresshauses. Die Gastronomie war schon damals neben der Eingangshalle untergebracht. Der Kongresssaal mit seiner kinoartigen Bestuhlung ist bis auf einige Modernisierungen nahezu unverändert geblieben. Im zweiten Obergeschoss ist auch heute noch der große Saal, der auch für Bankette ausgelegt ist.
Die erste größere Erweiterung gab es ein Jahr vor dem 11. Olympischen Kongress, der 1981 in Baden-Baden stattfand. Das benachbarte Pelzhaus Richter aus dem Jahr 1890 wurde zwar integriert, die zeitgenössische Natursteinfassade blieb jedoch erhalten und ein Neubau mit Sitzungssaal und Büroräumen in Richtung Ludwig-Wilhelm-Platz realisiert. Die zweite Erweiterung stand in den Jahren von 1992 bis 1994 mit einem Anbau mit einer vorgehängten Stahl-Glas-Fassade an den unteren zwei Geschossen an. Ein niedriger Anbau an der Westseite ist über einen verglasten Zwischenbau an das Hauptgebäude angeschlossen.

Sanierung auf Hochtouren

Schließlich folgte der Start der jüngsten Sanierungsarbeiten mit umfangreichen Neuerungen im Brandschutz, einer neuen Fassade und einer Terrasse im Sommer 2013. Für die immer in den kongressfreien Sommermonaten laufenden Arbeiten waren bis 2017 ein Invest von 16,5 Millionen angesetzt, der dann auf rund 18 Millionen Euro anstieg, wobei das Land die Hälfte der Investitionssumme übernimmt. Die neue Glasfassade rückt durch die Einbeziehung der früheren am Gebäude rundum laufenden Balkone um etwa einen Meter nach außen. Dadurch vergrößert sich auch die Ausstellungsfläche um rund 250 Quadratmeter, was für die Veranstalter ein deutliches Plus bei der Refinanzierung der von ihnen organisierten Tagungen und Kongressen bedeutet. Im Frühjahr steht nun die offizielle Eröffnung an, dann können die Gäste durch die Glasfassaden den unverstellten Ausblick auf den Augustaplatz und die Lichtentaler Allee genießen.
Diese verleiht dem Baukörper einen leichteren Charakter und eine passende Noblesse gemäß dem gegenüberliegenden Museum Frieder Burda. Weiter Informationen unter: