DIE GASTRONOMIE verzeichnet durch den G20-Gipfel zusätzlichen Umsatz. | Foto: Rudolphi

Baden-Baden ist im Aufwind

„Wir können Gipfel“

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In diesen Stunden blickt die Welt anlässlich des Treffens der wichtigsten Finanzminister und Notenbankchefs auf die kleine Kurstadt Baden-Baden an der Oos. Rund 1 800 Gäste aus 32 Ländern werden medial begleitet von mehr als 600 Journalisten, die von dem Gipfeltreffen berichten. Das bedeutet auch „Full House“ bei den großen Hotels bis hin zu den kleinen Herbergen in der Kurstadt und der Umgebung. Nicht zuvergessen die vielen Mitarbeiter der zahlreichen Organisations- und Catering-Teams und nicht zuletzt die Heerschar der Polizisten und Sicherheitskräfte, die sich auf und am Rande des Gipfeltreffens tummeln. Weiter Informationen unter: https://bnn.de/lokales/baden-baden/baden-baden-g20-tag1

 

Kurstadt stark im Aufwind

Welche Impulse erwartet das Gastgewerbe in und um Baden-Baden von dem politischen Groß-Event in der Kurstadt?, fragten die BNN den Vorsitzenden Hans Schindler der Kreisstelle des Baden-Badener Hotel- und Gaststättenverbandes.  „Baden-Baden befindet sich zu Zeit generell in einem starken Aufwind, nicht nur touristisch gesehen. Das hat auf der einen Seite etwas mit den zahlreichen Investitionen zu tun, die hier in jüngster Vergangenheit und in Zukunft getätigt werden. Aber der Hauptfaktor liegt meiner Ansicht nach in der hohen Qualität bei der Betreuung der Gäste“, fasst Hans Schindler zusammen, der selbst das Gasthaus Auerhahn in Geroldsau betreibt.

Voll ausgebucht

Nicht nur die Gastronomie in Baden-Baden „ist derzeit voll ausgebucht, sondern auch in zunehmenden Maß die Unterkünfte von Karlsruhe bis nach Offenburg“, betont Hans Schindler mit Blick auf die zahlreichen Personen, die von Seiten der Security und der Polizei im näheren Umland untergebracht sind. Für die Region sei der Gipfel natürlich eine gute Sache im ruhigen Vorfeld vor der Osterzeit mit den Festspielen. „Das sind kräftige Impulse in einer Zeit, die sicher nicht zu den umsatzstärksten im Jahresverlauf zählt“, weiß der Dehoga-Kreisvorsitzende.

Globaler Werbeeffekt

Aber Hans Schindler sieht als Geschäftsmann nicht nur einen leuchtend blauen Konjunkturhimmel ohne Wolken: „Es bleibt abzuwarten in wieweit die Restaurants von diesem Gipfeltreffen profitieren. Die Teilnehmer werden ja während des Gipfels hervorragend versorgt“, gibt er zu bedenken.
Und so ist für ihn realistisch gesehen über das ganze Jahr hinweg mit 365 Geschäftstagen das Gipfelaufkommen über diese drei Tage hinweg „eher eine abstrakte Größe“ relativiert er. „Aber der unbestrittene große Vorteil dieses Gipfels ist der globale Werbeeffekt, der seiner Ansicht auch deutlich nachhallen werde.

Gastronomie auf hohem Niveau

Und da sieht Hans Schindler dann die eigentliche Stärke Baden-Badens aufblitzen: Das durchweg hohe Niveau der Gastronomie, die historisch einmalige Stadt mit Leuchttürmen wie Casino, Lichtentaler Allee, Festspielhaus und Thermen sowie „das einmalige Panorama der Umgebung zwischen Schwarzwald und Rheinebene.“ Der faszinierende Dreiklang dieser wichtigen Faktoren „findet in dieser Form und Wahrnehmung nur bei uns statt und hat den touristischen Standort Baden-Baden meiner Ansicht nach geadelt.“ Und dies sei bereits bekannt, wie die steigende Zahl der Touristen in der Kurstadt beweise. Die Stadtverwaltung und die Gastronomie hätten bereits im Jahr 2009 bei dem viel beachteten Besuch von Barack Obama bewiesen, „dass wir Gipfel können“, betont Hans Schindler nicht ohne Stolz.