Winterspaß auf Kufen: Die knackigen Temperaturen der vergangenen Tage bescherten der Eisarena am Baden-Badener Augustaplatz regen Zulauf. Das eisige Vergnügen dauert noch bis zum 8. Januar. 12.12.2016 | Foto: Krause-Dimmock

Augustaplatz Baden-Baden

In der Eisarena geht es nicht nur rund

Von Christiane Krause-Dimmock

Dass sich mit Eis die berühmte „goldene Nase“ nicht verdienen lässt, steht außer Frage. Dennoch verwandelt sich der Augustaplatz in Baden-Baden alljährlich in einen quirligen Stadtkern, bei dem sich alles um das Eislaufen dreht – Rahmenprogramm inklusive.Dass in diesem Jahr der Zulauf deutlich besser ist als 2015, lässt sich schon jetzt zur gefühlten Zwischenbilanz erkennen.

Gutes Wetter beschert Zulauf

Ein Grund ist das Wetter. Nachdem es seit einigen Jahren keine Überdachung mehr gibt, war die Eisgaudi bei Regen sehr gering. Doch gegenwärtig läuft die Sache gut an. „Es war noch nie so schön trocken“, freut sich Christine Haber aus dem Vorzimmer von Karlheinz Kögel. Schon am Morgen, wenn sie zur Arbeit kommt, tummeln sich Kinder auf der gefrorenen Fläche. „Die Resonanz ist sehr gut.“

Schüler erhalten Extra-Konditionen

Das bestätigt auch Pascal Marshall, der für das Eisarena-Unternehmen Axel Sator Events tätig ist. Die Schüler, die sich am Vormittag auf dem Eis vergnügen, schwänzen nicht etwa den Unterricht oder haben vorgezogene Ferien. Vielmehr stehe eine Vereinbarung mit den Schulen dahinter, erklärt Marshall. Die Kinder können dabei vergünstigte Konditionen nutzen: Mit zwei Euro Eintritt und drei Euro fürs Schlittschuh-Leihen liegen sie drei Euro unter dem regulären Preis. „Das erklärt, warum hier zwischen 8 und 12 Uhr so viele Kinder sind“, sagt Marshall und ihm ist deutlich anzumerken, dass ihm sein Job auf der Eisbahn große Freude macht.

Pascal Marshall ist der Koordinator

Zweimal pro Woche, wenn er gerade nicht mit seinem Vater Tony auf Abschiedstour ist, gibt er am Augustaplatz den Mann für alle Fälle. „Ich glaube, ich bin einfach selbst immer Kind geblieben“, erklärt er seine Begeisterung. „Ich kümmere mich um den Schlittschuhverleih, organisiere und plane.“ Während es ringsum Würstel, Glühwein und Crêpes gibt, gibt es auf der Eisfläche kein Halten mehr. Da geht es nicht nur im Kreis herum, auch Eisstockschießen und „Formel Kart“-Race stehen auf dem Programm. „Das muss man allerdings anmelden“, verweist Pascal Marshall darauf, dass die Fahrzeuge dann eigens vom Wiedenfelsen herbeigebracht würden.

Eisstockschießen gehört zum Angebot

Für die Eisstock-Turniere zeichne dagegen das „Medici“ verantwortlich. Dort sei ein solches Event auch jeweils anzumelden. „Ab sechs Personen ist das richtig klasse. Aber so richtig Freude kommt bei zehn Spielern auf“, betont er und gibt jeweils die Einweisungen. Denn hier sind nicht nur Könner am Start, sondern meist Newcomer, die sich einen netten Abend mit Freunden oder Kollegen machen wollen. Nur einen Haken hat der große Zuspruch schon seit Jahren. Die eigens installierte Gastronomie mit Hüttengaudi ist auf lange Sicht meist restlos ausgebucht.

Vergnügen dauert bis 8. Januar

Gelegenheit es zu probieren – auf dem Eis oder in der Hütte – gibt es noch reichlich bis zum 8. Januar. Wenn der Weihnachtsmarkt längst abgebaut sein wird, geht es am Augustaplatz weiter rund. „Und wenn das Wetter hält, dann ist das eine riesen Sache“, meint Marshall.

Mehr Infos zur Eisarena gibt es unter: appheben.de