Hohe Priorität hat die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes. 600 000 Euro wurden voriges Jahr in die Landesstraße 559 zwischen Weingarten und Jöhlingen investiert. | Foto: Arnd Waidelich

Im Regierungsbezirk Karlsruhe

223 Millionen Euro für den Straßenbau

„Bund und Land haben im letzten Jahr rund 223 Millionen Euro in das Bundes- und Landesstraßennetz im Regierungsbezirk Karlsruhe investiert“, bilanziert Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. Dank der guten Bereitstellung staatlicher Mittel konnten in das Bundesfernstraßennetz rund 152 Millionen und in das Landesstraßennetz rund 45 Millionen Euro investiert werden, teilt das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) mit. Hinzu kommen Ingenieuraufträge zur Vorbereitung und Abwicklung der Projekte in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Mit ebenfalls rund 13 Millionen Euro wurden der kommunale Straßenbau und die kommunalen Rad- und Fußverkehrsanlagen in Städten und Gemeinden gefördert.

152 Millionen Euro für Straßenbau in Bundesfernstraßen

Auf den Autobahnen wurden auch 2016 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So wurden zum Beispiel auf der A 5 bei Dossenheim und Bruchsal auf einer Länge von 5,3 Kilometern für 8,2 Millionen Euro Belagserneuerungen ausgeführt. „Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sind dringend geboten, um auch in Zukunft den Verkehr auf leistungsfähigen und sicheren Straßen bewältigen zu können. Hierzu leisten diese Baumaßnahmen auf der A 5 einen wichtigen Beitrag“, betont die Regierungspräsidentin. Im Bereich Neubau und Erweiterung der Bundesautobahnen wurde im vergangenen Jahr mit den vorbereitenden Arbeiten entlang der A 8 bei Pforzheim begonnen. Für den Bau der sogenannten Enztalquerung zwischen Pforzheim Nord und Süd (4,8 Kilometer) sind in den kommenden Jahren Kosten in Höhe von rund 140 Millionen Euro veranschlagt.

20,5 Millionen Euro für die Westtangente Pforzheim

Bund und Land investierten Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen sowie in den Um- und Ausbau der Bundes- und Landesstraßen. Als finanzielle Schwerpunkte nennt Nicolette Kressl die Ortsumgehung Adelsheim (B 292) mit rund 40 Millionen Euro, die Westtangente Pforzheim (B 463), erster Bauabschnitt bis L 562 (Kosten: rund 20,5 Millionen Euro, Kosten für das Gesamtprojekt: rund 80 Millionen Euro), die Stuttgarter Straße in Freudenstadt (B 28) mit einer Länge von zwei Kilometern (Gesamtkosten: rund 22,6 Millionen Euro, davon 18,5 Millionen Euro vom Bund). Dazu kamen die Fertigstellungen der L 353 Unterschwandorf–Iselshausen, der L 409 Ortsdurchfahrt Klosterreichenbach und der L 536 Ortsumfahrung Schriesheim mit dem Branichtunnel.
Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurden 2016 zum Beispiel Millionenbeträge in den Erhalt der Albhäuslebrücke bei Karlsruhe-Knielingen im Zuge der B 10 (1,5 Millionen Euro), der B-463-Ortsdurchfahrt Calw (rund 1,6 Millionen Euro), der B 500 zwischen Zuflucht und Ruhestein (rund drei Millionen Euro) sowie 600 000 Euro auf der L 559 zwischen Weingarten und Jöhlingen investiert.

Arbeit am Wolftalradweg hat begonnen

Entlang der L 96 wurde mit dem sogenannten Wolftalradweg begonnen (rund 1,4 Millionen Euro für 2,5 Kilometer). Fertiggestellt wurde der Lückenschluss des für den Radtourismus besonders wichtigen Neckartalradwegs entlang der L 588 zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach (Länge: 850 Meter, davon 550 Meter Bohrpfahlwand; Gesamtkosten rund 5,6 Millionen Euro, davon 5,2 Millionen Euro vom Land).

13 Millionen Euro an Fördermitteln für Kommunen

Von großer Bedeutung für den kommunalen Straßenbau und die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sind die Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Mit den jährlich fortgeschriebenen Programmen werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen der Kommunen sowie Fuß- und Radwege bezuschusst. Die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe erhielten auf diese Weise im vorigen Jahr Fördermittel in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Der Umbau des Knotenpunkts K 3579/L 560 bei Stutensee-Staffort (Gesamtkosten rund 1,47 Millionen Euro) wurde mit rund 360 000 Euro bezuschusst), der Geh- und Radweg Tiefentalstraße in Karlsruhe (Gesamtkosten rund 1,08 Millionen Euro) mit 543 000 Euro.