Auch mit Sonarbooten wurde der Badesee nach dem vermissten 25-jährigen Mann abgesucht. Vislang wurde aber nur ein altes Holzboot auf dem Grund des Sees entdeckt. | Foto: Pospieszczyk

Ehmetsklinge in Zaberfeld

25-Jähriger ertrinkt in Badesee

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Ein rot-weißes Band sperrt derzeit den Zaberfelder See „Ehmetsklinge“ für den Badebetrieb. Rettungstaucher waren am Montagnachmittag und am Dienstagvormittag im Wasser und suchten einen 25-jährigen Mann, der am Montag gegen 17 Uhr aus seinem Schlauchboot über Bord ging.

Der Mann aus dem Raum Ulm war vermutlich im Urlaub in der Region und mit seiner Lebensgefährtin im Schlauchboot auf dem See unterwegs.„Aus noch ungeklärter Ursache fiel er dabei aus dem Boot ins Wasser. Der Mann stammt ursprünglich aus Gambia und konnte vermutlich nicht schwimmen“, sagte Pressesprecher Frank Belz vom Heilbronner Polizeipräsidium im Gespräch mit den Brettener Nachrichten.

Lebensgefährtin wollte Partner retten

Die Lebensgefährtin habe zunächst versucht, ihren Partner zu retten. Da sie selbst keine gute Schwimmerin sei, habe sie den Versuch schließlich aufgegeben und sich selbst ans Ufer gerettet. Weitere Badegäste hätten versucht, den Mann zu retten, jedoch habe sich seine Spur im Wasser verloren. Die Heilbronner Wasserschutzpolizei, ein Polizeihubschrauber und Taucher der Heilbronner Feuerwehr waren am Montag bis zum Einbruch der Dunkelheit im Einsatz und suchten vergeblich nach dem Vermissten. Am Dienstag wurden die Rettungsarbeiten ab 8.30 Uhr fortgesetzt. Von der Heilbronner Feuerwehr waren zehn Taucher im Wasser, hinzu kamen knapp weitere 15 Taucher der Heilbronner Wasserschutzpolizei.

See für Badebetrieb komplett gesperrt

Die Gemeinde Zaberfeld hat den See bis zum Auffinden des Vermissten für den Badebetrieb komplett gesperrt. Das bedauern einige Badefreunde, die sich aus dem nahen Sulzfeld auf den Weg ins Zabergäu gemacht haben. Einige verfolgen hinter der Absperrung die nicht einfache Aktion. „Die Sicht im Wasser ist sehr schlecht, das erschwert die Suche“, sagt Polizeisprecher Frank Belz gegenüber den BNN. Daher sei erforderlich, den Grund des Sees abzutasten. Bei der Suchaktion sind deshalb auch Sonarboote im Einsatz, die mit Hilfe ausgesendeter Schallimpulse ein rasches Auffinden des 25-jährigen Vermissten ermöglichen sollen. Ein erster, zunächst hoffnungsvoller Treffer am Morgen habe sich laut Frank Belz letztendlich nur als altes Holzboot herausgestellt, das auf dem Grund des Sees liegt.

Suche inzwischen abgebrochen

Wie der Sprecher der Heilbronner Polizei auf BNN-Nachfrage erklärte, wurde die Suche am Nachmittag abgebrochen. Sie werde am Mittwochmorgen fortgesetzt. Die Wassertiefe der Ehmetsklinge schwankt zwischen 4,80 bis acht Metern. Der See bleibt laut Angaben der Behörden noch bis zum Auffinden des Vermissten gesperrt. Laut Frank Belz sei allerdings auszuschließen, dass der Mann noch lebend gefunden werde.

von Claudia Pospieszczyk und Thilo Kampf