Dem kleinen Jungen auf dem Spielplatz der Withumanlage steht die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, sich mal wieder so richtig austoben zu können. Bei allem Spaß achten die Familien aber auf den nötigen Abstand, was die freie Sandfläche in der rechten Bildhälfte zeigt.
Dem kleinen Jungen auf dem Spielplatz der Withumanlage steht die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, sich mal wieder so richtig austoben zu können. Bei allem Spaß achten die Familien aber auf den nötigen Abstand, was die freie Sandfläche in der rechten Bildhälfte zeigt. | Foto: Rebel

Lockerung der Corona-Regeln

Amt will keine Dauer-Überwachung bei Spielplätzen

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Die ersten Tage nach der Wiederöffnung der insgesamt 70 Spielplätze in Bretten und seinen neun Stadtteilen sind reibungslos verlaufen. Es gebe keine Beanstandungen, betont das Ordnungsamt. Wie schon bei der Maskenpflicht zeigen sich die Brettener von ihrer besten Seite.

Die Eisheiligen haben mit Regen und deutlich geringeren Temperaturen als zuletzt dafür gesorgt, dass zum Wochenstart zumindest vorübergehend auf den 70 Spielplätzen in Bretten und seinen neun Stadtteilen Ruhe eingekehrt ist. An den Tagen zuvor hatte das noch anders ausgesehen. Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen und der damit einhergehenden Wiederöffnung der Spielplätze am 6. Mai hatte dort nämlich ordentlich Betrieb geherrscht. Allerdings lief dabei alles im vorgegebenen Rahmen ab, die Leute und ihre Kinder schafften es sozusagen spielerisch, auf Abstand zu bleiben.

Ich bin sehr zufrieden. Die Brettener verhalten sich vorbildlich.

Martin Wolff, Oberbürgermeister in Bretten

„Es gibt wenn überhaupt nur wenig Berichtenswertes. Auf den Spielplätzen war es über das gesamte Wochenende durchweg sehr ruhig. Es gab wirklich nichts, wo man hätte einschreiten müssen“, versichert Simon Bolg, der Leiter des Ordnungsamtes der Melanchthonstadt. „An den vergangenen Tagen war das Wetter genial, das hat bestens zur Öffnung der Spielplätze gepasst. Ich habe überhaupt keine Rückmeldungen bekommen, dass irgendetwas negatives passiert ist“, ergänzt Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff und betont: „Ich bin sehr zufrieden. Die Brettener verhalten sich vorbildlich.“

Info-Tafeln und Kontrollen erfüllen ihren Zweck

Den Worten des Rathauschefs kann Bolg nur beipflichten. „Die Leute halten sich an die Vorgaben, da ist Bretten wirklich ganz vorne dabei“, versichert der Ordnungsamtsleiter und lobt dabei ausdrücklich das Verhalten der Brettener bei vorherigen Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Auch bei der Einführung der Maskenpflicht beim Einkaufen und beim Fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr oder bei der generellen Öffnung von Geschäften jedweder Art und Größe habe es bekanntlich kaum Probleme gegeben.
„Das liegt sicherlich auch an den Kontrollen, die wir durchführen. Wir sind aktuell immer noch täglich unterwegs“, berichtet Bolg.

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Es sei nach wie vor ein Gebot der Stunde, dass das Ordnungsamt in der Stadt und in den Stadtteilen Präsenz zeige. „Es ist einfach wichtig, dass die Leute aufeinander Rücksicht nehmen – und das tun sie im Großen und Ganzen auch“, verdeutlicht Brettens OB Wolff. Dass nun auch die Wiederöffnung der Spielplätze in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen weitestgehend reibungslos über die Bühne gegangen ist, führen Wolff und Bolg unter anderem auf die Informationspolitik der Stadtverwaltung zurück. „Wir haben frühzeitig Info-Schilder an allen Spielplätzen aufgehängt. Da stand ganz genau drauf, was auf dem jeweiligen Spielplatz erlaubt ist und was eben nicht“, erklärt Bolg.

Wenn es nur zwei Schaukeln auf einem Spielplatz gibt, macht es keinen Sinn, dass man dort zehn Kinder zulässt.

Simon Bolg, Leiter des Ordnungsamtes

Dadurch wurde und wird also nicht nur der einzuhaltende Mindestabstand von 1,50 Meter geregelt, sondern auch die erlaubte Anzahl von Personen auf dem jeweiligen Spielplatz. So darf pro Kind stets nur eine Begleitperson mit auf das Gelände. Die Gesamtzahl der Kinder richtet sich derweil nach der Anzahl der vorhandenen Spielgeräte auf dem jeweiligen Spielplatz sowie nach der Größe, also der Grundfläche. „Das ist ganz individuell. Wenn es beispielsweise nur zwei Schaukeln auf einem Spielplatz gibt, dann macht es keinen Sinn, dass man dort zehn Kinder zulässt“, betont Bolg.

Wie lange soll so verstärkt kontrolliert werden?

Den Leiter des Brettener Ordnungsamtes beschäftigt in diesem Zusammenhang noch eine generelle Frage. Man müsse sich überlegen, wie lange man von Seiten des Ordnungsamtes die täglichen Kontrollen aufrecht erhalten kann und wie lange man das überhaupt will. „Letztlich wird es darauf ankommen, wie sich die Leute verhalten, wenn wir weniger kontrollieren. Aber es ist ganz klar, dass diese Form der Dauer-Beobachtung niemand will, wir auch nicht“, versichert Bolg, der in diesem Zusammenhang einmal mehr an die Vernunft der Brettener appelliert: „Bisher hat alles gut funktioniert. Ich denke mal, dass das auch so bleiben wird.“

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Nach der Öffnung der Spielplätze liege der Fokus nun auf der Corona-Verordnung vom 9. Mai, die seit 11. Mai gültig ist. „Darin sind die zuvor kommunizierten Lockerungen festgezurrt. Jetzt wissen wir also genau, was auf uns zukommt und was wir ab sofort kontrollieren müssen“, sagt Bolg. Im Blick werde man verstärkt Sportstätten, Kosmetikstudios und Massage-Praxen haben.