Baustellen Bretten
Glasfaserkabel lässt die BBV Rhein-Neckar in der gesamten Kernstadt verlegen – hier in der westlichen Melanchthonstraße. | Foto: Kampf

Bretten

Baustellen ärgern Fahrer und Fußgänger

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Den inoffiziellen Titel „Baustellenstadt Deutschlands“ hat derzeit noch Karlsruhe inne – aber Bretten legt ordentlich nach: Seit Wochen ärgern sich Fahrer und Fußgänger über zahlreiche Sperrungen, Umleitungen und Verkehrsbeeinträchtigungen aufgrund von Bauarbeiten, vor allem in der Kernstadt. Das weiß auch Baubürgermeister Michael Nöltner (CDU), der Betroffene „nur um Verständnis bitten kann“.

Am Montag ging am Gottesackertor nichts mehr – dort wurden zwischen der Kreuzung Engelsberg und der Einmündung „Am Seedamm“ Glasfaserkabel verlegt, berichtet Nöltner auf Nachfrage der BNN. Während diese Arbeiten bis Karfreitag abgeschlossen sein dürften, kommt es im unteren Bereich des Gottesackertors noch bis Ende Mai zu Engpässen und Behinderungen. Laut Nöltner wird dort, am künftigen Seniorenheim des ASB, das Dach zur Tiefgarage abgedichtet – und dass unmittelbar an der Straße grenzende Gebäude ist dafür eingerüstet.

Glasfaserkabel werden verlegt

In der westlichen Melanchthonstraße lässt die BBV Rhein-Neckar Glasfaserkabel verlegen, ebenso, wie im Bahnhofsbereich. „Bis Ende 2020 soll ja die ganze Kernstadt Glasfaserkabel haben“, schwärmt der Bürgermeister, und dann wäre Bretten insgesamt eine der wenigen Städte mit fast komplett flächendeckendem schnellem Internet.

Rohrbruch führt zu zusätzlichen Baustellen

Aufgrund eines Rohrbruchs arbeiten die Stadtwerke seit Montag im Kreuzungsbereich Weißhofer Straße und Sporgasse. Das ist – noch die gesamte Osterwoche – mit erheblichen Einschränkungen für den Verkehr verbunden; auch die Linienbusse fahren Umleitung (die BNN berichteten).
Gebuddelt wird auch im Bereich Sporgasse/Marktgasse, allerdings von der Telekom, die dort Leitungen für ihr „Vectoring“-System verlegt (Glasfaserkabel bis zum Verteilerkasten, von dort aus geht es per Kupferkabel in die Haushalte).

Nach Ostern etwas ruhiger

Etwas Ruhe an der Baustellenfront herrscht in der Woche nach Ostern; da die Firma, die für die BBV die Leitungen verlegt, dann pausiert, wie Nöltner erklärt. Ab 29. April geht es dann in der westlichen Melanchthonstraße (voraussichtlich bis 12. Mai) weiter. Zudem werden ab Mai Glasfaser-Baustellen in der Kupferhälde und im Wannenweg Richtung Pforzheimer Straße bis Carl-Benz-Straße eingerichtet. Dort gibt es laut Nöltner eine Besonderheit: „Wir haben die Telekom überzeugt, dass die nicht nochmal die Straßen aufreißen sollte, in denen die BBV schon fertig verlegt hat. Die beauftragte Firma verlegt jetzt die Kabel für beide Unternehmen“, strahlt der Bürgermeister.