Das weitläufige Areal hinter der Weißhofer Galerie wird sich schon bald verändern, nachdem der Brettener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Einstellung des alten Bebauungsplanverfahrens beschlossen und für die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sporgassenareal, I. Abschnitt“ gestimmt hat.
Das weitläufige Areal hinter der Weißhofer Galerie wird sich schon bald verändern, nachdem der Brettener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Einstellung des alten Bebauungsplanverfahrens beschlossen und für die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sporgassenareal, I. Abschnitt“ gestimmt hat. | Foto: Rebel

Investitionen in die Zukunft

Brettener Gemeinderat beschließt neuen Bebauungsplan für Sporgassen-Umbau

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Der Brettener Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Dienstagabend nicht nur den Haushalt für das Jahr 2020 verabschiedet, sondern auch Weichen für die Zukunft gestellt. Neben der Zusicherung einer Unterstützung in Höhe von 115.100 Euro für insgesamt acht Kindertagesstätten gab das Gremium final das grüne Licht für den geplanten Umbau des Sporgassenareals.

„Sporgassenareal, I. Abschnitt“ einstimmig beschlossen

Damit dieser realisiert werden kann, stimmte der Gemeinderat einstimmig – bei einer Enthaltung – für die wie es im Beschlussantrag heißt Einstellung des Bebauungsplanverfahrens „Sporgasse“ mit örtlichen Bauvorschriften auf der Gemarkung Bretten. Daneben beschloss der Gemeinderat auch die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für den alten Bebauungsplan vom 25. Januar 2011 und stimmte ferner für die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans, der künftig die Bezeichnung „Sporgassenareal, I. Abschnitt“ trägt.

Die Bürgerschaft abholen

Wie sehr das Thema „Umbau der Sporgasse“ die Menschen in der Melanchthonstadt seit vielen Jahren bewegt, machte Aaron Treut deutlich. „Kaum etwas wurde so kontrovers diskutiert, wobei man lange zu keiner vernünftigen Lösung gekommen ist“, erklärte der Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion und verwies darauf, dass die Sporgasse in der Vergangenheit sogar schon bei zwei OB-Wahlkämpfen das zentrale Thema gewesen sei. Es sei nun wichtig, dass man die Bürgerschaft abhole und man darstelle, warum sich der Gemeinderat für den Umbau des weitläufigen Areals hinter der Weißhofer Galerie entschieden hat.

Neues Ärztehaus und Tiefgarage

Es selbst sei ein Gegner des Sporgassenumbaus gewesen, habe sich aber davon überzeugen lassen, dass gerade durch den Bau des Ärztehauses die Weiterentwicklung der Innenstadt vorangebracht werde, so Treut. „Dieses Ärztehaus ist eine Ergänzung zu den beiden Ärztehäusern bei der Rechbergklinik und im Kraichgau-Center und damit keine Konkurrenz“, beteuerte der Fraktionssprecher der Christdemokraten und sprach von einem Mehrwert für die Innenstadt. Oberbürgermeister Martin Wolff unterstrich die Bedeutung und Richtigkeit dieser Worte: „Somit ist die nachhaltige ärztliche Versorgung gesichert.“ Daneben soll eine Tiefgarage gebaut werden, die mit Kosten von 1,7 Millionen Euro veranschlagt ist. Auch die Grünflächen sollen erhalten bleiben.

Zuschüsse für Kindergartenträger

Einen deutlich geringeren finanziellen Aufwand bedeuten dagegen die bewilligten Zuschüsse an verschiedene Kindergartenträger, doch diese sind laut OB genauso wichtig, denn sie sind ebenfalls Investitionen in die Zukunft. Der Kindergarten St. Bartholomäus in Büchig erhält 28.700 Euro für die Einrichtung von zwei Schlafmöglichkeiten und für die Erweiterung des Ganztagesbetriebs. Für Kindergarten und Tagesstätte St. Albert in der Kernstadt gibt es 29.400 Euro für den Austausch der Fußböden sowie für die Neugestaltung der Außenanlagen.

Die Kindertagesstätte Arche Noah in Diedelsheim erhält 18.900 Euro, die zur Umgestaltung der Gruppenräume benötigt werden. Ebenfalls in Diedelsheim ist die Tagesstätte St. Stephanus, die 1.500 Euro für die Zutrittskontrolle an der Krippeneingangstür bekommt. Der Kindergarten St. Peter in Bauerbach bekommt 7.800 Euro für die Ausstattung des Kreativraums (Malzimmer). Für den Kindergarten Haus Regenbogen (Kernstadt) gibt es 9.800 Euro für die Renovierung des Küchen- und Flurbodens, Kindergarten und Tagesstätte St. Elisabeth (Kernstadt) wird für 6.200 Euro ein neues Sonnensegel im Außenspielbereich anschaffen und der Kindergarten Senfkorn (Kernstadt) erhält noch 12.800 Euro für drei Maßnahmen.

Einigkeit in zwei weiteren Punkten

Einigkeit herrschte daneben auch bei den Tagesordnungspunkten drei und sechs. Dem TV 1846 Bretten wurde ein Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro zugesagt, den der mitgliederstarke Traditionsverein für den Einbau einer sogenannten Versenkberegnungsanlage einschließlich Zisterne auf dem Vereinsgelände braucht. Die Maßnahme ist nahezu abgeschlossen und wurde vom Verein vorfinanziert. Die Gesamtkosten der gesamten Baumaßnahme betragen rund 49.000 Euro.

Auch im Wohngebiet „Wanne III“ kann demnächst wieder gebaut beziehungsweise neuer Wohnraum geschaffen werden, denn der Rat sprach sich auch hier einstimmig für die Änderung des dortigen Bebauungsplans aus. „Es ist wichtig, dass wir auch in der Innenstadt neuen Wohnraum schaffen“, sagte OB Wolff zu dieser Maßnahme.