Für die Brettener Rechbergklinik ist noch immer keinen Covid-19-Fall bekannt. Das Krankenhaus der Melanchthonstadt hat derzeit 419 Mitarbeiter, zudem gibt es dort rund 120 Betten für Patienten. Foto: Rebel
Für die Brettener Rechbergklinik ist noch immer keinen Covid-19-Fall bekannt. Das Krankenhaus der Melanchthonstadt hat derzeit 419 Mitarbeiter, zudem gibt es dort rund 120 Betten für Patienten. Foto: Rebel | Foto: Rebel

Unterschied zu Bruchsal

Brettener Rechbergklinik ist bislang corona-frei

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Die Brettener Rechbergklinik und die Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal sind Luftlinie nicht einmal 20 Kilometer voneinander entfernt. Während der Corona-Pandemie lagen zwischenzeitlich aber Welten zwischen den beiden Krankenhäusern, die zur Regionale Kliniken Holding RKH GmbH – kurz RKH-Kliniken – gehören.

In Bretten gab und gibt es nach wie vor keinen Covid-19-Fall, in Bruchsal waren in der zweiten Mai-Hälfte dagegen 36 Mitarbeiter sowie zwölf Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Eine Erklärung, warum man in der Rechbergklinik noch immer corona-frei ist und warum es die Fürst-Stirum-Klinik vergleichsweise hart getroffen hat, gibt es nicht.

Geltenden RKI-Vorgaben in Corona-Krise wurden umgesetzt

„Wir haben in allen Häusern die geltenden Vorgaben des Robert Koch-Instituts zu jeder Zeit umgesetzt – also auch in unseren Kliniken in Bruchsal und Bretten“, versichert die zuständige Regionaldirektorin Susanne Stalder.

„Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, wie es in Bruchsal zu dieser Situation kommen konnte. Die Vorgaben des RKI sind klar und an diese haben wir uns stets gehalten“, ergänzt Alexander Tsongas, der Sprecher der RKH-Kliniken. Er fügt an: „Wir freuen uns alle, dass wir in Bretten bislang keinen Corona-Fall hatten. Da hat man wohl das Glück des Tüchtigen gehabt.“

Bretten und Bruchsal: Größe der Klinik spielt wichtige Rolle

Auch wenn man das nicht konkret belegen kann, spielen vielleicht die unterschiedlichen Größen der beiden Häuser doch eine wichtige Rolle, meinen Stalder und Tsongas. In der Rechbergklinik sind nach aktuellem Stand 419 Mitarbeiter beschäftigt, dazu kommen derzeit rund 120 Patienten. In Bruchsal zählen die RKH-Kliniken dagegen an die 1.000 Mitarbeiter und damit mehr als doppelt so viele.

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Mit der Anzahl der Krankenbetten verhält es sich ähnlich, mit 280 Patienten gibt es in Bruchsal ebenfalls mehr als doppelt so viele wie in Bretten. „Je mehr Mitarbeiter, je mehr Patienten und je mehr Besucher man hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert“, erklärt Klinik-Sprecher Tsongas.

Lob für die Mitarbeiter, Warnung vor Covid-19

Die Tatsache, dass es im Brettener Krankenhaus bis dato keinen Covid-19-Fall gab, zeige, dass man die richtigen Maßnahmen ergriffen und diese auch entsprechend umgesetzt habe, betonen Regionaldirektorin Stalder und ihr Sprecher.

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„Unsere Mitarbeiter geben immer ihr Bestes und machen ihren Job zum Wohle der Patienten stets mit voller Überzeugung“, sagt Tsongas und lenkt dann den Blick nochmals auf die – wie er sagt – Tücken der Covid-19-Erkrankung. „Der Verlauf ist krass unterschiedlich. Der eine zeigt überhaupt keine Symptome, der nächste muss vier Wochen auf die Intensivstation.“

Besucher müssen erst durch den Checkpoint

Wie bei allen RKH-Kliniken müssen die Besucher auch in Bretten zunächst einen Checkpoint passieren. Dort müssen sie einige generelle Fragen beantworten, zudem wird Fieber gemessen und es wird ein sogenanntes Screening gemacht. Erst wenn hier keine Anzeichen einer Erkrankung auftauchen, darf man das Gebäude betreten.