Den Umgang mit den Keulen beherrschen Lars Clauß und Patrick Opacic (rechts) schon ziemlich gut. Auch sie sind bei Young Arts dabei.
Den Umgang mit den Keulen beherrschen Lars Clauß und Patrick Opacic (rechts) schon ziemlich gut. Auch sie sind bei Young Arts dabei. | Foto: BNN

Höhepunkte nur online zu sehen

Brettener Young Arts-Kleinkunstfestival in diesem Jahr nur als Videoprojekt

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Schon für die zweite Auflage des Young Arts-Kleinkunstfestivals müssen Initiator Patrick Opacic und seine Mitstreiter improvisieren. Wegen der Corona-Pandemie sind größere Veranstaltungen bekanntlich nach wie vor verboten. Deshalb findet das Event anno 2020 online statt: Auf YouTube wird nun am 20. Juni ein Programm mit zehn Darbietungen präsentiert.

Die Premiere von Young Arts war im vergangenen Jahr. Dahinter stand die Idee, jungen Künstlern eine Plattform zu schaffen, auf der sie ihre Leidenschaft in Szene setzen können. Initiator Patrick Opacic, Schüler am Brettener Melanchthon-Gymnasium, und seine Mitstreiter hatten damals ein abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt, dass mit zehn Kunstdarbietungen aufwartete, die von Tanz über Musik bis hin zur Jonglage reichten.

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Große Vielfalt der Sichtweisen

„Das Besondere daran ist, dass für jeden Künstler Leidenschaft trotz der gleichen Liebe zur Kunst etwas anderes bedeutet“, erklärt Opacic. Für den einen sei beispielsweise die Jonglage wie ein Sport, für den anderen Ausdrucksmittel seiner Ideen auf der Bühne, die Vielfalt der Sichtweisen sei erstaunlich. Eigentlich sollte dieses Young Arts-Festival auch in diesem Jahr eine Neuauflage erfahren. Doch die Corona-Krise machte den Künstlern einen Strich durch die Pläne.

Kleinkunst als Videoprojekt

Daraufhin haben sie einen Weg gesucht, ihre Kunst trotz Krisenbeschränkungen in die Öffentlichkeit zu tragen – und heraus kam dann ein Videoprojekt, das an diesem Samstag, 20. Juni, auf YouTube zu sehen sein wird. „Wir haben alle Künstler gebeten, uns die Höhepunkte ihrer Show aufzuzeichnen und zu schicken“, berichtet Opacic, der zusammen mit seinem Partner Lars Clauß das Jonglage-Comedy-Duo Ridiculus Artifex bildet. Heraus kam eine Zehn-Minuten-Sequenz mit alten und neuen Artisten, bei der die Spots in eine Geschichte eingebunden sind. Neu dabei ist unter anderem ein Handstandakrobat aus Berlin.

Theateratmosphäre per Video im Wohnzimmer

Das Videoprojekt stellt Artisten unter 25 Jahren aus ganz Deutschland auf eine „digitale Bühne“. Das Video soll laut Opacic auch ein wenig Theateratmosphäre in die Wohnzimmer bringen. Auf spielerische Weise werden die Künstler eingeführt, das Video beginnt auf einer Bühne, entflieht dann aber schnell in die Welt der Artisten. Das Besondere dabei ist, dass die Artisten, obwohl sie nicht beieinander sind, miteinander interagieren. Die Musiker können so die Artistik der Tänzer, der Jongleure und sogar der Trial-Fahrradfahrer begleiten.

Akrobaten, Musiker, Jongleure – jede Sparte ist vertreten

Die Band Empty Bullets aus Bretten ist unter anderem dabei, ebenso der Trialfahrer Jonas Friedrich. Nicht nur Bühnenkunst ist vertreten, sondern auch Bilder die, die junge Maler in der Pause ausgestellt hätten, werde in Szenen gesetzt. „Mit den ganzen Akrobaten, Musikern und Jongleuren wolle wir trotz Corona-Krise ein Zeichen für Kunst in schweren Zeiten setzen und arbeiten an einem Videoprojekt mit Artisten aus Deutschland“, bekundet Opacic weiter.