Bei einer Drogenrazzia in der Pforzheimer Straße in Bretten am späten Donnerstagabend wurden zwei Männer festgenommen. | Foto: privat

Shisha-Bar vorerst versiegelt

Drogenrazzia in Bretten: Zwei Männer festgenommen

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Großeinsatz in Bretten: Mit rund 40 Beamten des Polizeireviers Bretten und der Kripo Bruchsal sowie zwei Drogenspürhunden wurden am späten Donnerstagabend bei einer Drogenrazzia zwei Objekte durchsucht – eine Shisha-Bar in der Pforzheimer Straße und ein Wohnhaus im Gebiet „Kupferhälde“. In der Folge wurden ein 31-jähriger und ein 41-jähriger Mann unter dem dringenden Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen, so die Staatsanaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Presseerklärung. Zudem seien „Beweismittel“ sichergestellt worden, darunter Betäubungsmittel, zwei Schreckschusswaffen und einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker.

Drogenrazzia seit Wochen vorbereitet

Laut Bernhard Brenner, Leiter des Polizeireviers Bretten, war die Aktion von langer Hand geplant: „Seit Monaten, wird in diesem Bereich ermittelt, was wir natürlich nicht öffentlich machen konnten.“ Die Zustände in der Pforzheimer Straße, auch als „Drosselgasse von Bretten“ bezeichnet, waren mehrfach Thema im Gemeinderat – nicht zuletzt auch deshalb, weil es in diesem Bereich oft zu Ruhestörungen kam und sich Anwohner über „zwielichtige Gestalten“ beklagten.

Großeinsatz in der Pforzheimer Straße: 40 Beamte und zwei Drogenhunde waren am späten Mittwoch im Einsatz. | Foto: privat

Spürhunde durchkämmen Shisha-Bar

Die mit mehreren Mannschaftsbussen eingetroffenen Beamten drangen in die Objekte ein und nahmen dabei auch Spürhunde mit. In der Shisha-Bar wurden mehrere Personen kontrolliert, wobei teilweise Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt wurden. Da der Eintritt erst für Personen ab 18 Jahren erlaubt ist, drohen dem Wirt Konsequenzen vonseiten des Ordnungsamts der Stadt. Dessen Leiter Simon Bolg erklärte auf BNN-Nachfrage, dass die Shisha-Bar mittlerweile von Amts wegen versiegelt worden sei und dies „nach einer Vereinbarung mit dem Wirt auch mindestens bis Mittwoch so bleibt“. Ein Gastwirt unterliege „strengen gewerbepolizeilichen Auflagen“. Falls dieser sich etwa einer Straftat schuldig mache, könne dies bis zum Entzug der Konzession führen. Die Behörde werde nun die Ermittlungsergebnisse abwarten, den Sachverhalt prüfen und dann entscheiden. Die Ermittlungen dauern an.