Daniel Craig schlüpft in „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ letztmals in die Rolle des Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten.
Daniel Craig schlüpft in „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ letztmals in die Rolle des Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten. | Foto: Universal Pictures International France

Brettener Kino-Trends

Eiskönigin Elsa hat deutlich die Nase vorn

Anzeige

Über sechs Millionen Besucher hat der Disney-Streifen „Die Eiskönigin II“ deutschlandweit in die Kinos gelockt und war damit der beliebteste Film im Jahr 2019. Auch in der Gunst der Besucher des Kinostar Bretten hatten Königin Elsa, ihre Schwester Anna, ihr Freund Kristoff, der Schneemann Olaf und das Rentier Sven deutlich die Nase vorn.

Lars Skoda, Theaterleiter des Brettener Kinostar, hatte das bereits wenige Tage nach dem Kinostart am 20. November vermutet: „Es war schon damit zu rechnen, dass dieser Film richtig gut laufen würde. Das liegt schon allein an dem Startzeitpunkt in der Vorweihnachtszeit, das ist eigentlich der perfekte Termin. Aber am Ende hat der Film die Prognosen sogar noch übertroffen.“

„Geheimnis“ mit Elyas M’Barek

Dass auf Platz zwei der Rangliste in der Melanchthonstadt mit „Das perfekte Geheimnis“ ein deutscher Film – hier sind unter anderem Elyas M’Barek, Karoline Herfurth und Wotan Wilke Möhring zu sehen – gelandet ist, freut Skoda besonders. Die Brettener Top drei komplettiert mit „Der König der Löwen“, ein Remake des Zeichentrickklassikers aus dem Jahr 1994, ein weiterer Streifen aus dem Hause Disney – für Skoda übrigens keine Überraschung: „Solche Filme funktionieren eigentlich immer, vor allem wenn sie so gut gemacht sind, wie das hier der Fall ist.“

Auch interessant: Kino-Schulstunde mit Hauptdarsteller Elyas M’Barek

Sternenkrieger auf Rang fünf

Deshalb erwartet der Brettener Theaterleiter auch, dass das US-amerikanisches Medienunternehmen 2020 mit „Mulan“ (Starttermin: 26. März), der Realfilmadaption eines weiteren Disney-Klassikers aus dem Jahr 1998, ebenfalls einen vorderen Platz in der Besuchergunst belegen wird. Warum es übrigens „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“, der neunte Teil der Sternenkrieger-Saga, im vergangenen Jahr nicht aufs Treppchen und nur auf Platz fünf geschafft hat, ist für Skoda auch klar: Ausschlaggebend war hier schlicht der späte Starttermin am 18. Dezember. So schaffte es „Avengers: Endgame“, ein Superhelden-Blockbuster aus dem Marvel-Universum, auf den vierten Rang.

„Der Prinz aus Zamunda“ kehrt zurück

Gar nicht gut angekommen beim Publikum, weder in Bretten, noch deutschlandweit, ist indes „Terminator: Dark Fate“, obwohl erstmals seit 28 Jahren Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton wieder gemeinsam vor der Kamera standen.

„Es kann schon sein, dass die Leute mittlerweile etwas wiederholungsmüde sind“, meint Skoda. Das könnte 2020 auch zum Problem für „Bad Boys for Life“ (Starttermin: 16. Januar) sowie „Ghostbusters – Legacy“ (13. August), „Top Gun 2: Maverick“ (16. Juli) und „Coming to America 2“, der Fortsetzung der Kultkomödie „Der Prinz aus Zamunda“ mit Eddie Murphy in der Hauptrolle, werden.

Allerdings dürfte, so Skoda, hier „Coming to America 2“ zumindest einen ganz gewaltigen Vorteil auf seiner Seite haben: „Der Film startet am 17. Dezember und damit am letztmöglichen Termin vor Weihnachten, und das ist eigentlich der prominenteste Starttermin.“

Vorfreude auf 007

Mit hohen Erwartungen und großer Vorfreude sind nicht nur bei Skoda zwei Filme verbunden, die bereits in den kommenden drei Monaten in Deutschland und im Brettener Kinostar starten: Die deutsche Komödie „Nightlife“ (Starttermin: 13. Februar) unter anderem mit M’Barek, Palina Rojinski, Frederick Lau und Grit Boettcher in den Hauptrollen sowie der britische Agententhriller „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ (2. April). In dem neuen Bond – „Keine Zeit zu sterben“ ist der 25. Film aus der James-Bond-Reihe – wird Daniel Craig letztmals als Geheimagent mit der Lizenz zum Töten im Dienste ihrer Majestät auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Das Kinojahr 2020 wird richtig gut, denn da ist eigentlich für jeden etwas dabei

Als weitere Blockbuster, die laut Skoda in diesem Jahr voraussichtlich auf großes Besucherinteresse stoßen werden, nennt der Brettener Theaterleiter noch die beiden Superhelden-Streifen „Wonder Woman 1984“ (4. Juni) und „The Eternals“ (5. November), „Minions 2“ (9. Juli), „Soul“ (1. Oktober), „Jim Knopf und die Wilde 13“ (8. Oktober), sowie „Tod auf dem Nil“ (15. Oktober). „Das Kinojahr 2020 wird meiner Meinung nach richtig gut, denn da ist eigentlich für jeden etwas dabei“, sagt Skoda und berichtet, dass im Kinostar im vergangenen Jahr bei den Besucherzahlen ein Zuwachs von rund zehn Prozent gegenüber 2018 zu verzeichnen war.