Für Kinderwagen oder Rollatoren untauglich: Am Brettener Bahnhof gibt es für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen massive Hürden. Für Rollstuhlfahrer ist nur Gleis 1 erreichbar.
Für Kinderwagen oder Rollatoren untauglich: Am Brettener Bahnhof gibt es für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen massive Hürden. Für Rollstuhlfahrer ist nur Gleis 1 erreichbar. | Foto: Ebert

Anfrage bei Bundesregierung

Endlich barrierefrei: 2023 Bau von drei Aufzügen am Bahnhof Bretten

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Die Bundesregierung und die Bahn planen für 2023 Baumaßnahmen am Brettener Bahnhof, um ihn barrierefrei zu machen. Der FDP-Stadtverband Bretten weist in einer Pressemitteilung daraufhin, dass der Bahnhof bisher für körperlich eingeschränkte Menschen schwer zu überwindende Hindernisse bereithalte und es dafür von vielen Seiten Kritik gäbe.

Nun hat der Bundestagsabgeordnete Christian Jung nach eigenen Angaben Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu diesem Thema erhalten. Die Kleine Anfrage hatten Jung, Frank Sitta und Grigorios Aggelidis, beide ebenfalls Bundestagsabgeordnete, im Januar im Bundestag gestellt.

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Aufzüge geplant

Nur Treppen, keine Aufzüge. Das soll sich ändern.
Nur Treppen, keine Aufzüge. Das soll sich ändern. | Foto: Thienes

Ihrer Ansicht nach seien Umbaumaßnahmen erforderlich, um die Barrierefreiheit des Brettener Bahnhofs zu erreichen. In der Antwort der Bundesregierung heißt es: Nach Auskunft der DB Station & Service AG sei die Nachrüstung von drei Aufzugsanlagen erforderlich, um die beiden Mittelbahnsteige stufenfrei über die vorhandene Personenunterführung anzubinden. Diese sei derzeit geplant.

In diesem Jahr sollen die Planrechtsunterlagen beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden. Baubeginn könne voraussichtlich 2023 sein, die Inbetriebnahme 2024 erfolgen.

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Infrastrukturgelder kommen zum Einsatz

Auf die Kleine Anfrage hin heißt es weiter in der Antwort der Bundesregierung, es seien bisher keine Bundesgelder für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Bretten eingesetzt. Ein anteiliger Bundesmitteleinsatz aus der „LuFV III“ sei angedacht. Die LuFV ist eine vertragliche Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Bahn über Instandhaltung und Ersatz der Infrastruktur.

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BNN