Zwei Männer vor Stadtbahn Hundle
Da strahlen OB Martin Wolff (rechts) und AVG-Geschäftsführer Ascan Egerer um die Wette: Eine grüne Stadtbahn mit dem Hundle und Melanchthon wirbt ab sofort für das Brettener Stadtjubiläum | Foto: Kinkel

Bretten wirbt fürs Jubiläum

Hundle und Melanchthon auf der Stadtbahn

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Die grellgrüne Bahn ist schon auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Und auf den zweiten auch, denn auf der Führerhausseite der bunt bemalten Stadtbahn prosten sich Reformator Philipp Melanchthon und das Brettener Hundle mit schäumenden Sektgläsern zu. Der Anlass für die feuchtfröhliche Feier wird auf der Seitenwand des Sonderzuges ebenfalls bekannt gegeben, nämlich das Doppeljubiläum „1250 Jahre Bretten“ und „25 Jahre Stadtbahn nach Bretten“.

Hundle wirbt im gesamten AVG-Verbreitungsgebiet

Seit gut einer Woche ist die Stadtbahn nun im Einsatz und wirbt im gesamten Verbreitungsgebiet der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) von Pforzheim über Freudenstadt und die Südpfalz bis nach Heilbronn für das Brettener Stadtjubiläum. „Dadurch werden hoffentlich noch viele Menschen aus dem weiteren Umkreis auf unser Jubiläumsjahr aufmerksam“, betonte Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff am Donnerstag bei der offiziellen Präsentation der Bahn mit AVG-Geschäftsführer Ascan Egerer.
Die Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Bestehen der Melanchthonstadt seien zwar schon seit der großen Silvestersause in vollem Gange, der eigentliche Höhepunkt des Jubeljahres ist nach Wolffs Angaben allerdings das Festwochenende vom 12. bis zum 15. Mai mit Kleinkunst und Kulinarik im gesamten Stadtgebiet sowie dem Besuch des baden-württembergischen Ministerpräsidenten.

 

Bewährte Motive als Comicfiguren

Beim Design der Bahn haben die Macher laut Wolff auf die bewährten Motive vertraut. Reformator Melanchthon und das sagenumwobene Hundle seien ohnehin die Symbolfiguren der Großen Kreisstadt und deren Visualisierung als Comicfiguren durch die Brettener Agentur Plan B habe einen großen Wiedererkennungswert. „Die Stadtbahn hat die Mobilität in Bretten unheimlich erhöht und die Region ein Stück weit zusammengeschweißt“, so Wolff, „und hoffentlich steigen auch viele Leute aus Karlsruhe während unserer Feierlichkeiten in den Zug nach Bretten“.

 

Erste Stadtbahn ging 1992 auf die Fahrt nach Bretten

Die erste Fahrt mit einer Zweisystem-Stadtbahn im September 1992 von Karlsruhe nach Bretten sei seinerzeit ein „Meilenstein der Mobilität“ gewesen, betonte AVG-Chef Egerer. In den Folgejahren habe das „Karlsruher Modell“ mit seinem Mix aus innerstädtischen Trams und Regionalbahnen seinen Siegeszug angetreten und den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Karlsruhe durch sein flexibles Angebot geradezu revolutioniert.
Heute sei das weit verzweigte Verkehrsnetz von AVG und den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) nicht mehr wegzudenken. Dem Wunsch aus Bretten zur Gestaltung einer Jubiläumsbahn sei man auch deshalb gerne nachgekommen, so Egerer, „denn es gibt wohl keinen besseren Werbeträger als eine weithin sichtbare bunte Bahn“.