Ensembles und Solobeiträge werden im Wettbewerb "Jugend musiziert" bewertet. So auch am Wochenende in Ettlingen und Bretten. | Foto: Archiv Musikschule

Regionalwettbewerb bis Sonntag

„Jugend musiziert“ in Ettlingen und Bretten

Schauplatz für den 54. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ ist  von Freitag bis Sonntag  die Ettlinger Musikschule. Gemeinsam mit der Jugendmusikschule   in Bretten organisiert sie den Wettstreit an  den Instrumenten. Ettlingen  ist für die Kategorien Klavier, Gesang, Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble und Akkordeon-Kammermusik zuständig. Bretten  kümmert sich um Neue Musik, Drum-Set (Pop) und Gitarre (Pop).

 Gut 200 junge Leute musizieren in Ettlingen

Insgesamt werden 235 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Mehr als 200 davon musizieren in Ettlingen. Schulleiter Stefan Moehrke und Musiklehrer Friedemann Winter sind seit vielen Wochen mit den Vorbereitungen von „Jugend musiziert“ befasst. Sie freuen  sich auf ein spannendes Wochenende. Die Kooperation mit Brettens Schulleiter Manfred Nistl und seinem Team habe im Vorfeld „ hervorragend geklappt“, lobt Moehrke.

150 Wertungen für Solo und Ensemblebeiträge

In Ettlingen und Bretten wird es bis Sonntagabend mehr als 150 Wertungen für Solo und Ensemblebeiträge geben. 25 Juroren aus der näheren und weiteren Umgebung stehen parat. An die geht ein großes Dankeschön von Stefan Moehrke: „Der Regionalwettbewerb wäre nicht möglich, wenn wir dieses Engagement nicht hätten.“ Als Helfer im Einsatz sind über das Wochenende rund 30 Lehrer beider Musikschulen.  Bewirtung von Preisrichtern, Zuhörern und Schülern  übernehmen die  Eltern der jungen Musiker. Sie bestücken die Cafeteria.

Viele üben schon seit Sommer 2016

Wie kommt man überhaupt zu „Jugend musiziert“? Grundsätzlich schlagen die jeweiligen Musiklehrer begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler für den Regionalwettbewerb vor. Anmeldeschluss für 2017 war Mitte November 2016. Friedemann Winter berichtet davon, dass vor allem die älteren Teilnehmer schon seit der Sommerpause für „Jugend musiziert“ proben, denn sie müssen mit 20 Minuten eine deutlich längere Spielzeit vor der Jury bewältigen als die Jüngeren. Gefordert werden Stücke aus zwei verschiedenen Epochen, ein langsames und ein schnelles.

Ein Leben lang Spaß an der Musik

Für Stefan Moehrke ist klar, dass beim Wettbewerb nicht das „Weiterkommen um jeden Preis“ im Mittelpunkt stehen soll, sondern die „Freude am jeweiligen Instrument“ und  der Spaß an der Musik, der dann möglichst „ein Leben lang anhalten soll“. Natürlich könne ein Erfolg bei „Jugend musiziert“, vor allem im Landes- und später dann im Bundesentscheid, ein Sprungbrett für diejenigen sein, „die die Musik einmal zum Beruf machen wollen“. Indes sei das nur eine Minderheit.

Landesentscheid ist in Heidenheim

Zum Landesentscheid  vor Ostern in Heidenheim   werden diejenigen jungen Leute (ab Alterstufe II, Jahrgänge 2005/2006)) zugelassen, die im Regionalwettbewerb mindestens 23 von 25 Punkten erreichen. Auf Bundesebene treten dann die Besten vor Pfingsten in Paderborn gegeneinander an. 2016,  so zeigt ein Blick in die Statistik der Ettlinger Musikschule, wurden knapp 30 Schülerinnen und Schüler zum Landesentscheid weitergeleitet 13 schafften es sodann zum Bundesentscheid und vier von ihnen kehrten als erste Preisträger zurück.

Öffentliche Wertungsspiele in der Musikschule Ettlingen  am Freitag  ab 14 Uhr, Samstag ab 8.30 Uhr bis 20.10 Uhr, Sonntag ab 9 Uhr. Eintritt ist frei. Preisträgerkonzerte: Für die besten Ettlinger Musikschüler am 9. Februar um 19.30 Uhr in der Musikschule. Für die Besten aus dem Landkreis Karlsruhe  am 12. März um 11.30 Uhr im Asamsaal des Schlosses. Ergebnisse: http://www.ettlingen.de/70153